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Lexikon

In unserem Druck-Lexikon finden Sie Informationen zu vielen gängigen Fachbegriffen aus der Druckindustrie und Grafikbranche. In kurzen Texten werden unterschiedliche Druckverfahren und Veredelungsvarianten beschrieben oder beispielweise der Unterschied zwischen Monitorfarben RGB und Druckfarben CMYK anschaulich erklärt.

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W Z

A

Beim Offsetdruckverfahren kann es zum so genannten Ablegen oder Abliegen kommen.

Zum Einen, wenn beim Stapeln der Papierbögen nach dem Druck die frische Farbe noch nass ist und somit auf die Rückseite des oben liegenden Druckbogens abfärbt. Zum Anderen, wenn beim Transport die einzelnen Lagen stark aufeinander gepresst werden oder aneinander reiben.

Dieser Effekt ist besonders bei ungestrichenen Papieren (Offset, Recycling, Umwelt) oft vorhanden und kann nicht immer gänzlich verhindert werden.

Um diesen Effekt zu vermeiden sollte das Farbprofil ISO coated v2 300% verwendet werden um den maximalen Farbauftrag auf 300% zu begrenzen. Für Aufträge mit Express-Lieferung oder Blitzdruck sollte sogar der Farbauftrag auf max. 260% begrenzt werden, da hier wesentlich kürzere Trocknungszeiten nötig sind und je weniger Farbe auf den Papierbogen aufgetragen wird, desto schneller kann die Trocknung erfolgen.

Eine weitere Möglichkeit besteht in der Wahl einer besonderen Oberflächenveredelung wie Cellophanierung oder UV-Lackierung.

Ein abfallender Rand beim Drucken bedeutet, dass ein Motiv randlos gedruckt wird. Bei den meisten herkömmlichen Home&Office Druckern kann der Druck meist nicht bis zum Rand erfolgen so dass immer ein weißer Rand bestehen bleibt. Dies ist natürlich gerade für Werbedrucksachen mit individueller Gestaltung keine schöne Optik.

Bei professionellen Druck ermöglicht ein zusätzlicher Beschnitt in den Druckdaten, beispielsweise beim Flyerdruck diese randabfallend zu drucken. Gemessen am Endformat einer Drucksache fügt man rings um das Druckmotiv einen 1-3 mm breiten Rand an, auf dem das Layout weitergeführt wird. Das Motiv wird dann in dieser Größe auf der Druckform platziert und gedruckt. Bei der anschließenden Weiterverarbeitung erfolgt der Zuschnitt dann auf das Endformat.

Dadurch dass Papier ein Naturprodukt ist, welches sich bei Temperatur, Feuchtigkeit oder durch den Druck minimal verändert, kann sich die Position der Papierbögen beim Zuschnitt verändern. Aus diesem Grund ist eine Beschnittzugabe für den Druck unabdingbar.

Als additive Farben bezeichnet man die so genannten Lichtfarben, also die Grundfarben Rot, Grün, Blau (RGB). Die Mischung aller drei Farben im gleichen Verhältnis ergibt zum Beispiel Weiß. Weißes Licht besteht daher aus verschiedenen Spektralanteilen mit unterschiedlichen Wellenlängen der Lichtfarben. Da die RGB-Farben als Lichtfarben nicht gedruckt werden können, müssen die Farben zum Beispiel für den Offsetdruck in das CMYK-Farbmodell umgewandelt werden, ein subtraktives Farbmodell. Diese Farben können gedruckt werden und die Zusammensetzung der 4 Farben funktioniert wie beim Malkasten durch das Mischprinzip. Da beide Farbräume jeweils unterschiedlich sind, können bei der Wandlung von RGB zu CMYK und umgekehrt Farbverschiebungen auftreten. Für den Druck ist daher wichtig, die Druckdaten im richtigen Farbformat anzulegen um später unliebsame Überraschung bei der Farbgebung zu vermeiden.

Affichenpapier ist eine Bezeichnung für das gängigste Papier im Plakatdruck. In der Norm DIN 6730 ist Affichen-Papier mit folgenden Eigenschaften behaftet: es ist weiß, holzfrei und nassfest sowie einseitig glatt und vollgeleimt. Das Papier muss bedruckt sowie im gefalteten Zustand begrenzte Zeit vor dem Ankleben im Wasser lagerbar sein. Dadurch ist das Papier witterungsbeständig und kann auch im Außenbereich an dafür vorgesehenen Flächen aufgebracht werden.

Auffallendstes Merkmal des Affichenpapiers ist seine blaue Rückseite. Durch diese Spezialbeschichtung kann das Papier sehr gut geleimt werden und weist außerdem eine sehr hohe Opazität aus (Undurchsichtigkeit), was vor allem bei der Überklebung von Altplakaten von Vorteil ist. Das Flächengewicht beträgt meist 115 g/m².

Als Akzidenz bezeichnet man Druckaufträge mit Layout und Satzarbeiten in nur geringem Umfang. Gerne wird der Begriff auch für so genannte Gelegenheitsdrucksachen verwendet, so zum Beispiel Geschäftsdrucksachen wie Briefpapier, Visitenkarten, der Druck von Flyern, Prospekten oder gehefteten Broschüren. Auch Eintrittskarten, Fahrplandruck, Einladungskarte oder Trauerkarten fallen unter diese Rubrik. All diese Druckprodukte kennzeichnen sich dadurch, dass Sie in keinem Verlag erscheinen und meist auch als Werbebeilagen dienen.

Ist ein Rasterkantenproblem, das zum Beispiel bei schrägen Linien aufgrund des Pixelrasters eines Bildes zustande kommt. Beim Zoomen auf ein Bild lässt sich das Antialiasing beispielsweise auf dem PC-Monitor sehen. Um das Antialiasing beim Drucken möglichst gering zu halten sollten wenn möglich Vektorgrafiken oder Pixelbilder mit hoher Auflösung verwendet werden, damit der Treppeneffekt auf ein Minimum reduziert werden kann. Das im Offsetdruck übliche 60er Druckraster ist für das menschliche Auge kaum wahrnehmbar, daher ist hier der Matrixeffekt sehr gering.

Der Begriff Altarfalz kommt wie der Name schon sagt aus dem religiösen Bereich. Bei einem Kirchenaltar sind oft an beiden Seiten Flügeltüren angebracht, die eingeklappt das Hauptfenster eines Altars verdecken. Dasselbe Prinzip beschreibt den Altarfalz bei einem Falzflyer mit Fensterfalz. Hier werden bei einem 2-Bruch Altarfalzflyer bei einem DIN-A4 Bogen jeweils ¼ Seite von außen nach innen geklappt, so dass sich die beiden Fenster in der Mitte berühren. Der Effekt ist ähnlich wie bei einem Fenster mit zwei Flügeln.

Ein Andruck wird von einigen Druckereien für sehr umfangreiche und aufwändige Produktionen bereitgestellt um eine Vorab-Kontrolle hinsichtlich der Qualität des späteren Druckergebnisses zu ermöglichen. Bei Aufträgen mit nur geringen Stückzahlen ist diese Methode uninteressant, da Kosten und Nutzen in keiner Relation stehen. Im Offsetdruck sind die Herstellungskosten von Kleinauflagen und Andrucken nahezu identisch, so dass hier meist auf diese teure Methode verzichtet wird.

Bei randabfallendem Druck werden Bilder, Flächen und Motiv angeschnitten. Die Beschnittzugabe in den Druckdaten, das Datenformat ist größer als das Endformat.

siehe auch “Beschnitt”

Beim Komprimieren von Bilddateien, vor allem bei verlustbehafteten Kompressions-Algorithmen wie der JPEG-Komprimierung können bei zu starker Größenreduzierung Artefakte auftreten. Bei der Komprimierung werden einzelne Pixel zu Gruppen zusammengefasst um Platz zu sparen. Normalerweise wird jeder einzelne Bildpunkt in Farbe, Helligkeit, Kontrast mit Hilfe von Bits und Bytes in einer Datei gespeichert – je weniger Bits benötigt werden, desto kleiner wird die Datei. Allerdings wird bei der Zusammenfassung (Kompression) die Schärfe, Auflösung und der Kontrast geringer, so dass bei zu starker Minimierung Artefakte entstehen können. Um eine Artefaktbildung in der Druckdatei zu vermeiden, sollten Sie beim Format JPG eine möglichst hohe Qualität wählen, oder auf verlustlose Bildformate wie TIFF ausweichen.

Als Artwork wird die künstlerische Gestaltung einer Grafik oder eines Layouts bezeichnet, quasi das Ergebnis als Reinzeichnung des Grafikers oder Designers.

Aufkleber sind Papier- oder Kunststoffbögen die entweder durch eine selbstklebende Fläche, elektrostatische Aufladung (Adhäsion) oder durch eine andere Technik (wie die mikroporöse Saugnapftechnik oder statisch haftende Aufkleber) an unterschiedlichen Oberflächen haften. Grundsätzlich wird unterschieden in permanent haftende Aufkleber und nicht permanent haftende Aufkleber. Die erste Variante lässt sich nur mit Mühe an der angebrachten Oberfläche entfernen und dies meist auch nicht rückstandfrei. Die non-permanent (nicht permanent) Aufkleber sind beispielsweise ideal für Guerilla-Marketing Aktionen und temporäre Werbung geeignet, da diese sich schnell und rückstandfrei entfernen lassen. Auch wird dadurch wertvolle Zeit gespart und somit Kosten. Aufkleber gibt es in den unterschiedlichsten Format und Größen, vom kleinen Postkartenformat oder der Visitenkartengröße bis hin zu großformatigen XXL-Aufklebern für Schaufenster, Türen oder andere Werbeflächen. Als Variante gibt es auch den transparenten Kunststoffaufkleber der eine Durchsicht erlaubt, z.B. für Produktwerbung. Je nach Anforderung und Einsatzzweck sind Aufkleber auch im modernen Marketing nicht wegzudenken, sondern erweitern vielmehr die Werbemöglichkeiten im In- und Outdoorbereich.

Unter der Auflage versteht man die Stückzahl eines Druckprodukts, also von der Anzahl an identischen Druckartikeln einer Bestellung. Wenn Sie eine Auflage von 500 Flyern bestellen, erhalten 500 einzelne Stück mit identischem Aufdruck.

Als Auflösung bezeichnet man die Anzahl der Bildpunkte pro Bildeinheit. Bei der Monitordarstellung hat man Aufgrund des Rasters der Bildpixel 72 dpi, was 72 Bildpunkten pro Zoll entspricht. Wenn Sie recht nahe an einen Monitor heran gehen, können Sie teils die einzelnen Pixel mit bloßem Auge erkennen, ein sehr grobes Raster. Da Sie aber weit genug entfernt sitzen ist diese Auflösung für das Auge kein Problem. Für den Offsetdruck beispielsweise ist das Druck-Raster wesentlich feiner. Ein 60er Raster (üblich) entspricht in etwa 356 dpi. Ein Bild sollte also für den Druck mindestens 300 dpi Auflösung aufweisen. Darauf lässt sich auch erklären warum ein Bild zwar auf einem Computermonitor gut aussehen mag, im späteren Druckergebnis aber erheblich „verpixelt“ dargestellt werden kann. Wandeln Sie beispielsweise im Adobe Photoshop ein Bild mit 72 dpi Auflösung und einer Breite von 10 cm mit Hilfe der „Bildgröße“ in 356 dpi um (ohne Bild neu zu berechnen), ist dieses Bild nur noch knapp 2 cm breit.

Bei der Bildwandlung werden also die Pixel pro Zoll enger gesetzt, das Bild wird daher kleiner. Wenn Sie ein Bild dagegen künstlich interpolieren, also hochrechen („Bild neu berechnen“) werden zusätzliche Pixel neu berechnet als Zwischenschritte. Da aber dieser Prozess keine echten Pixel erzeugt, wird das Bild vergrößert und damit unschärfer oder pixeliger (Treppenmuster). Daher sind Web-Bilder häufig nicht für den Druck geeignet. Bei Bildern für den Offsetdruck oder Digitaldruck achten Sie darauf dass Auflösung über 300 dpi liegt und die Bildgröße (Breite / Höhe) ausreichend ist.

Unter dem Ausschießen von Druckdaten versteht man die Platzierung von einzelnen Seiten auf der Druckform um bei der späteren Druckweiterverarbeitung die richtige Reihenfolge der Seiten gewährleisten zu können. Beim Druck von Broschüren und Magazinen ist das Ausschießen von enormer Bedeutung, da beim Falzen die einzelnen Bögen exakt zueinander stehen müssen, damit im späteren gebundenen oder gehefteten Zustand die Seitenzahlen fortlaufend richtig sind.

In nahezu jedem Layoutprogramm besteht die Möglichkeit in den Einstellungen die Druckfarben aussparend oder überdruckend anzulegen.

Gerade wenn in einem Layout mehrere verschiedene Ebenen, z.B. farbiger Text auf farbigem Hintergrund stehen, sollten diese Einstellungen exakt geprüft und festgelegt werden.

Wenn ein Text z.B. aussparend gedruckt wird, bedeutet dies, dass dass aus dem Hintergrund der Bereich des Textes ausgespart wird. Der farbige Text wird also direkt auf das Papier gedruckt und es kommt zu keiner Farbmischung mit dem Hintergrund. Wenn der Text auf Überdrucken steht vermischt sich die Farbe beim Druck mit der Hintergrundfarbe, so dass eine Farbmischung entsteht.

Je nachdem welcher gestalterische Effekt gewünscht ist, lässt sich diese Einstellung beliebig variieren. Dennoch ist hier Vorsicht geboten, denn bei einer falschen Einstellung kann es zu unschönen Farbeffekten kommen: ein farbiger Text auf schwarzem Hintergrund ist mit der Einstellung “Überdruckend” fast nicht mehr lesbar, da der Hintergrund zu stark abdeckt.

siehe auch “Überdrucken”

B

Als Banner bezeichnet man im Allgemeinen eine großformatige mobile Werbefläche aus PVC / Polyester oder eine Werbefahne mit Werbeaufdruck. Banner kennt man beispielsweise als breite Planen, die an Fassaden, Zäunen oder in Metallrahmen platziert werden für Produktwerbung oder Unternehmenswerbung. Auch oft gesehen als Bauplanen und Gerüstplanen von Handwerksbetrieben auf deren jeweiliger Baustellen.

s. Kartontrinkbecher

Ein Begriff aus der Druckvorstufe. Hier werden die gerasterten Druckdaten auf eine Druckplatte belichtet. Auf der Druckplatte befindet sich eine lichtempfindliche Schicht, unter Lichteinwirkung werden mittels einer chemischen Reaktion die grafischen Daten (Pixelmatrix) aufgebracht. Das heute meist übliche Belichtungsverfahren ist das CTP-Verfahren (Computer to Plate) bei dem die Daten aus einer Datei direkt auf die Druckplatte belichtet werden. Im Offsetdruckverfahren wird pro Farbe eine Druckplatte benötigt. Die Größe der Druckplatte ist natürlich abhängig von der jeweiligen Papierbogengröße und der zum Einsatz kommenden Druckmaschine.

Unter dem Beschnitt versteht man einen über das Endformat hinausgehenden Bildrand der beim Anlegen der Druckdatei im Layout mit berücksichtigt werden muss. Üblicherweise liegt der Beschnitt umlaufend (ringsum das Druckprodukt) bei 1-2 mm (je nach Druckprodukt kann die Beschnittzugabe in unterschiedlichem Maße nötige sein). Da beispielsweise beim Flyerdruck viele verschiedene Motive auf einem Druckbogen Platz finden, werden die Flyer erst nach dem Druck auf das Endformat beschnitten, bzw. der Überstand entfernt. Da der Schneidevorgang in der Weiterverarbeitung immer geringen Toleranzen unterliegt (da Papier und Maschinen beim Zusammenspiel vielen Faktoren unterworfen sind), ist der Beschnitt unbedingt notwendig um diese Abweichungen beim Schnitt (Versatz) zu kaschieren. Wenn das Schneidemesser z.B. 1 mm versetzt abschneiden würde und in der Druckdatei kein Beschnitt angelegt wurde, würde man das weiße Papier an dieser Kante sehen, es würde also ein „weißer Blitzer“ entstehen, ein häufiges Phänomen bei nicht korrekt angelegten Druckdaten. In diesem Zusammenhang ist auch der Sicherheitsabstand wichtiger Texte und Informationen zum Rand des Endformates ein wichtiger Aspekt.

Um das Ablegen der Druckbögen zu vermeiden, wird am Ende des Druckprozesses, wenn der Druckbogen aus der Offsetdruckmaschine kommt dieser mit einem sehr feinen Trockenpuder bestäubt. Dadurch entsteht zwischen den Papierbögen eine dünne Schicht, die der besseren Trocknung dient und zudem die Papierbögen voneinander trennt. Häufig bleibt auch nach der Endverarbeitung der Drucksachen ein wenig Puder auf den Drucksachen zurück, dies ist allerdings kein Mangel sondern lässt sich Produktionsbedingt nicht vermeiden. Gerade Drucksachen mit hohem Farbauftrag oder Expressprodukte bedürfen teils einer stärkeren Bestäubung mit Puder.

Der typische Bierfilz oder Bieruntersetzer kann teils vollflächig auf beiden Seiten bedruckt werden. Auch ist es möglich neben den Standardformaten rund oder eckig mit abgerundeten Ecken individuelle Formen zu realisieren, beispielsweise ein Bierkrug, Blatt, Herz, Apfel oder eine andere Silhouette. Der Begriff Bierfilz kommt aufgrund des hohen Volumens des Bierdeckels zustande. Mit etwas 1,4 mm stärke ist der Pappkarton trotzdem sehr leicht und durch die offenporige Struktur von hoher Saugfähigkeit, eine grundlegend wichtige Eigenschaft, selbst von günstigen Werbebierdeckeln. Man sollte unbedingt darauf achten, dass die Bierdeckel nicht zu dünn oder von minderer Kartonqualität sind, wie viele sehr günstige Bierdeckelvarianten diverser Hersteller, um neben dem Werbeeffekt natürlich seinen Kunden auch die bewährte Gastro-Qualität anbieten zu können.

Bei DieDruckdienstleister.de können Sie Bierdeckel drucken und überdies auch gleich Bierdeckelständer aus Acrylglas kostengünstig mit dazu bestellen. Dies ermöglicht die aufgeräumte Platzierung auf dem Tisch und verbessert natürlich die Werbewirkung um ein Vielfaches.

s. Auflösung

Für den Druck von Flyern oder Falzflyern mit eigenem Layout, Bildern, Logos und Texten wird für ein bestmögliches Druckergebnis häufig Bilderdruckpapier eingesetzt. Das in matt oder glänzend erhältliche Papier gilt außerdem als Klassiker für eine Vielzahl unterschiedlichster Drucksachen wie Plakate, gehefteten Broschüren oder klebegebundenen Katalogen. Durch den Oberflächenstrich (Strichmengen zwischen 5 und 20 g/m²) von Bilderdruckpapieren eignen sich diese ideal für das vollflächige mehrfarbige bedrucken im Bogen- oder Rollenoffsetdruck. Die natürliche Bildwiedergabe machen diese Papiersorte so beliebt. Gängige Grammaturen liegen zwischen 90 und 400 g/m².

Im Gegensatz zu Offsetpapieren (typisches Kopierpapier, Briefpapier) ist Bilderdruckpapier nur bedingt beschreibbar. Ein nachträgliches Bedrucken im Laser- oder Inkjetdrucker hängt von den verwendeten Geräten ab. Mit einem Kugelschreiber oder Folienschreiber kann aber bedenkenlos auf einem Flyer mit Druck auf Bilderdruckpapier geschrieben werden.

Mehr über matten oder glänzenden Oberflächenstrich erfahren Sie im Punkt „gestrichenes Papier“.

Zum einen beschreibt das Bildformat das Verhältnis von Länge mal Breite eines Bildes, also die Größe, zum anderen kann das Bildformat angeben welches Dateiformat ein Bild aufweist. Gängige Formate zum Speichern von Bildern sind JPG (.jpg, ein verlustbehaftetes Format), GIF (.gif, gängiges Webformat), oder TIFF (.tif, verlustloses Format).

Als Bildpunkt bezeichnet man den einzelnen Pixel eines Bildes, also die kleinste Einheit einer Grafik mit Rasterung (Pixelmatrix). Auf einem Monitor wird die Darstellung von Bildern grundsätzlich gerastert, da ein Monitor aus einzelnen Pixeln besteht. Ein Pixel gibt die Werte Farbe und Helligkeit aus. Viele einzelne Bildpunkte ergeben bei entfernter Betrachtung ein Bild, je feiner das Pixelraster ist, desto filigraner ist die Darstellung eines Bildes. Bilder mit sehr geringer Pixeldichte werden oft als verpixelt bezeichnet, da man deutlich Treppeneffekte erkennen kann, das Bild also nur sehr grob dargestellt wird.

Das Binärsystem bestehend aus Bits und Bytes (8 Bit) liegt dem heutigen digitalen Zeitalter zu Grunde. Ein Bit kann entweder die Zahl 0 oder 1 sein. Durch die Masse an Bits lassen sich Zahlen vereinfacht darstellen. Mittels Zahlen lassen sich wiederum Bilder beschreiben, durch Farbwerte, Helligkeitswerte. Ein Pixel eines Bildes kann also mit Hilfe von Bits beschrieben werden. Durch dieses System wird es überhaupt erst möglich Bilder, Texte, Druckdaten in digitaler Form zu speichern, zu kopieren und wiederzugeben.

Als Bitmap bezeichnet man ein Bild, das im Rastergrafikformat aufgebaut ist. Die einzelnen Bildpunkte (Pixel) werden mittels Längs- und Querkoordinaten beschrieben und in einer Bitmap-Datei gespeichert. Einer der älteren Vertreter der Bitmap-Dateien /Bitmap-Grafiken ist das BMP-Format (.bmp). Das gegensätzliche Format ist das Vektorformat, dort werden keine einzelnen Bildpunkte sondern geometrische Funktionen (Kurven und Linien) gespeichert, wodurch keine Rasterung nötig ist.

Unter der so genannten Blindprägung versteht man die Veredelung mittels Prägedruck zum Beispiel von Umschlägen und Einbänden. Durch das maschinelle Eindrücken eines Prägestempels können farbige Inhalte (auch Gold oder Silber), Muster und Texte oder nur das Relief eingeprägt werden. Die Gravur erfolgt durch den hohen Druck des Stempels auf dem Material. Diese Form der Einbandveredelung wird für aufwändige Buchproduktionen bei Ledereinbänden oder Pergamenteinfassungen verwendet.

Auch Briefpapier kann mit einer Blindprägung mit individuellem Motiv gedruckt werden, oder auch edle und hochwertige Visitenkarten.

Farbige oder weiße Blitzer können beim Druck und der Weiterverarbeitung auftreten. Weiße Blitzer können beispielsweise bei der Weiterverarbeitung an den Schneidekanten auftreten, wenn der umlaufende Beschnitt fehlt (1-2 mm, je nach Druckprodukt) oder die Schnittkanten ungenau sind. Im Druck treten Blitzer im Druckmotiv (Textkanten, Übergängen, etc.) auf, wenn die einzelnen Farben nicht passgenau übereinander gedruckt werden. Besonders stark können Blitzer bei dunklen Flächen auffallen, zur Vermeidung dieser Blitzer im Motiv kann man die Farben überfüllend drucken (nicht aussparend), aber Vorsicht, dies kann z.B. für helle Text auf dunklem Untergrund ein durchscheinen bewirken. Die Überdrucken Einstellung sollte daher mit Bedacht gesetzt werden, z.B. bei aneinander angrenzenden dunklen Flächen.

Da Papier ein Naturprodukt ist und wie auch bei den Druckmaschinen hier Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingte Schwankungen auftreten können, kann sich dies auf minimale Passerdifferenzen auswirken (unter 0,6 mm). Starke Passerdifferenzen /-verschiebungen (1 oder mehrere Millimeter) lassen allerdings auf defekte oder falsch eingestellte Druckmaschinen schließen und wären auf keinem Fall im Toleranzbereich.

Als Bogen wird der Papierbogen im Druck bezeichnet, der quasi als Rohling für die Bedruckung dient. Z.B. im Bogenoffsetdruck wird auf einzelne Bögen gedruckt die je nach Druckmaschine in unterschiedlichen Größen zum Einsatz kommen. Im Zeitungsdruck wird dagegen auf Rolle gedruckt, also keine einzelnen Papierbögen, sondern eine große Rolle mit Papier wird fortlaufend bedruckt. Der Bogenoffsetdruck ist für kleine bis mittlere Auflagen kostengünstig, Rollenoffsetdruck hingegen für sehr hohe Auflagen bei Broschüren und Zeitungen.

Letztendlich ist es immer noch eine Frage der Größe des Endformates des Druckproduktes und des gewünschten Papiers ob eine Produktion im Bogenoffsetdruck oder im Rollenoffsetdruck am wirtschaftlichsten ist. Eine Stückzahl von beispielsweise 1 Mio. DIN-A6 Flyer auf 300 g/m² Bilderdruckpapier mit matter Dispersionslackveredelung ist durchaus im Bogenoffset effizienter und hochwertiger druckbar.

Ursprünglich kommt dieser Begriff aus dem Englischen und erklärt eigentlich nichts anders als den Druck eines Buches in Einzelauflage oder in Kleinauflagen, ganz nach dem Bedarf. Vor allem kleine Autoren nutzen diese Druckform um nur auf Bestellung Kosten zu verursachen und die Lagerkosten gering zu halten. Die Einzelauflage von Postern nennt man beispielsweise Plot. Einzelauflagen werden üblicherweise im Digitaldruck hergestellt, da hier Einzelauflagen auch von Büchern und Broschürendruck kostengünstig möglich sind.

Ein Begriff aus dem Englischen für eine kleine Broschüre. Ein Booklet ist ein Begleitheft, meist mit Rückendrahtheftung / Klammerheftung und nur geringer Seitenzahl als Einleger für CD-Hüllen oder DVD-Hüllen. Viele Bands nutzen ein bedrucktes Booklet für Songtexte, Bandinfos oder Tourdaten. Gängiges Format für CD-Booklets sind meist in der Größe 12 × 12 cm.

Briefbögen oder Briefpapier gehören zur Grundausstattung eines jeden Geschäftsbetriebes für Angebote, Rechnungen, Anschreiben oder die Korrespondenz mit Kunden oder den Geschäftspartnern. Üblicherweise ist ein Briefbogen im Format DIN-A4 (210 × 297 mm) für den Papiereinzug handelsüblicher Drucker konzipiert und wird auf lasergeeignetem Offsetpapier gedruckt. Hier stehen auch Recyclingpapiere oder Naturpapiere als Varianten zur Verfügung ganz nach dem Geschmack auswählbar.

Unterschiedliche Papierstärken (Grammaturen) von 80 g/m² bis hin zu festem 120 g/m² Papier vermitteln eine tolle Haptik. Das leichte 80 g/m² Papier hat den Vorteil, dass 3 DIN-A4 Blätter + Briefumschlag noch mit dem Standardporto versendet werden können. Gerade für Vielsender oder Mailingaktion wichtig um Portokosten zu sparen. Für besondere Zwecke und edlen Eindruck gibt es Briefpapier zum Beispiel auch mit Wasserzeichen. Früher war es üblich Briefpapier mit Sonderfarbe zu bestellen, da zum Beispiel 2 Farben günstiger waren in der Herstellung als der 4-Farbdruck. Man benötigte weniger Druckplatten, Arbeitsschritte etc. Daher wurde bei vielen Firmen ein CI mit Sonderfarben entwickelt.

Da sich die Druckbranche in den letzten Jahren sehr stark verändert hat und die Sammelformproduktion den 4-Farbdruck revolutioniert hat (Viele Aufträge auf einer gemeinsamen Form), ist diese Druckform wesentlich günstiger als der Sonderfarbendruck, der nun als Sonderdruck aufwändiger realisiert werden muss. Es macht also durchaus Sinn heute den günstigeren 4-Farbdruck zu wählen, dank PSO sind die Druckmaschinen und Farbeinstellungen in engen Toleranzen und das Druckergebnis daher sicherlich ähnlich gut. Wer nicht unbedingt auf den 100%igen Farbton Wert liegt, kann so enormen Kosten sparen.

Für die Erstellung von Briefbögen sollte man die gängige Norm DIN 5008 beachten. Bestimmte Zeilenabstände und der Einzugsrand sind hier festgelegt um einen einheitlichen Standard zu haben. Dann ist auch gewährleistet, dass der spätere bedruckte Briefbogen in das Kuvert passt und Empfängeradresse zum Beispiel bei einem Briefbogen mit Sichtfenster auch zu sehen ist.

In unseren Datenblättern finden Sie diese Vorgaben übersichtlich gestaltet und exakt beschrieben als Vorlage. Beim Layout Ihres Briefpapieres sollten Sie außerdem alle wichtigen Geschäftsdaten berücksichtigen, die bei verschiedenen Unternehmensformen unterschiedlich ausfallen können. Prinzipiell enthält geschäftliches Briefpapier den Firmennamen inklusive Rechtsform, die Postanschrift und Kontaktdaten wie Anschrift, Telefonnummer, Fax und E-Mail Adresse, außerdem sollte die Steuernummer und Bankanschrift, gegebenenfalls die UST-ID mit aufgedruckt werden. Im Zweifel sollten Sie hierzu Ihren Steuerberater fragen welche Daten ihr individuell gestaltetes Briefpapier enthalten muss.

Unter einer “Broschüre“http://www.diedruckdienstleister.de/Produkte/Magazine/Broschueren-geheftet-mit-Umschlag/Broschueren-geheftet-mit-Umschlag.html versteht man den nicht-periodischen Druck einer Publikation mit bis zu 48 Seiten. Eine Broschüre kann einen Umschlag aus festerem Papier haben oder auch ohne gedruckt werden. Neben der meist üblichen Klammerheftung (meist 2 Klammern im Rücken) wird als Bindeart für den Druck günstiger Broschüren auch die so genannte Wire-O-Bindung oder auch Spiralbindung verwendet. Für besondere edle Magazine kommt auch häufig eine Klebebindung zu Einsatz die einem individuellen Druckwerk besondere Haltbarkeit und durch den stabilen Rücken eine besonders edle Optik verleiht.

Broschüren können für verschiedene Einsatzzwecke schnell und vor allem preiswert gedruckt werden. So zum Beispiel auch als originelle Hochzeitszeitung mit individuell gestalteten Seiten als Geschenk für Gäste und das Brautpaar. Solche Hochzeits-Broschüren lassen sich im hochwertigen Digitaldruck in Kleinauflage in Farbe drucken und mit Rückendrahtheftung wertig verarbeiten.

Außerdem interessant für Vereinszeitungen oder Jubiläums-Hefte mit preiswertem Druck und schneller Lieferung auch mit Express-Versand.
Periodisch erscheinende Broschüren werden als Kataloge bezeichnet, z.B. der Druck eines Mode-Katalogs oder eines jährlichen Angebots-Katalogs von Handelsunternehmen bezeichnet man als Periodika.

Bei gefalzten Drucksachen wie Falzflyer, Broschüren oder Klappkarten entsteht an den Falzkanten ein so genannter Bruch. Die Anzahl der Brüche gibt hier die Anzahl der Falzlinien des Druckprodukts wieder. Beim 2-Bruch Falzflyer ist der plano Papierbogen quasi zweimal gefaltet mit 2 Falzlinien. Aus einem Blatt mit 2 Seiten (vorne und hinten) entsteht so ein 6-Seiter.

Der Begriff Buchblock bezieht sich auf den Innenteil eines gebundenen Buches und steht für die Einzelblätter oder gefalzten Bögen. Die Bögen oder Blätter werden unterschiedlich zusammengetragen, beispielsweise mittels Klebebindung oder Drahtheftung. Die aufwändigste und haltbarste Bindetechnik ist die Fadenbindung. Der komplette Buchblock wird anschließend in den Umschlag eingeklebt oder in die Buchdenke eingehängt.

Das älteste Hochdruckverfahren für Vervielfältigungen von Schriftsätzen wurde Mitte des 15. Jahrhunderts von Johannes Gutenberg entwickelt und bis in die 1970er Jahre für den modernen Buchdruck eingesetzt. Hierbei handelte es sich um das erst maschinenbetriebene Drucksystem mit beweglichen metallischen Lettern. Die so genannte Druckerpresse galt als Revolution im Buchdruckverfahren, da Sie das Buch in gedruckter Form als Medium für die Masse ermöglichte. Erst dadurch wurden Informationen in Buchform für die Allgemeinheit bezahlbar, ein wesentlicher Schub für die Allgemeinbildung und Massenbildung.

Die Erfindung des Buchdrucks gilt heute als Meilenstein und Basis der heutigen Wissenschaftsgesellschaft. Gutenberg selbst kann aber auch eher als wissenschaftlich ambitionierter Kaufmann denn als Erfinder gesehen werden, denn Grundlage der Entwicklung war die Kommerzialisierung der Schriftvervielfältigung. Da er über genügend Geldmittel verfügte konnte er die Entwicklung der aufwändigen Druckmaschinen trotz vieler Rückschritte am Ende zum Erfolg führen. Der Durchbruch der Technik kam aber erst als die beweglichen Lettern durch fest gegossene Druckformen ersetzt wurden, womit sehr große Auflagen preiswert und vor allem schnell gedruckt werden konnten.

Als Bund bezeichnet man die Falzlinie zwischen den einzelnen Blättern einer Broschüre oder eines anderen mehrseitigen Druckprodukts (Prospekt Druck, Kataloge oder Magazine). Im Bund erfolgt dann nach dem Falzen die Heftung. Bei einer Broschüre meistens Klammerheftung 2-fach am Rücken.

Die innen liegenden Seiten werden bei steigender Seitenzahl schmaler als die äußeren Seiten – diesen Unterschied nennt man Bundzuwachs. (Weitere Infos in unseren FAQ´s unter “Bundzuwachs”)

Als Buntheit wird die Farbigkeit eines Farbtons bezeichnet. Neben reinen Farben (leuchtend), können Farben auch gedeckt (verschiedene Farbanteile, nicht rein) oder auch unbunt (farblos) sein.

C

Wird gerne auch als Folienkaschierung oder Laminierung bezeichnet und ist der optimale Schutz für die Oberfläche von Papierdrucksachen. Die Veredelung durch Laminierung wird nach dem Druck in der Weiterverarbeitung ausgeführt und schützt Ihre Drucksachen aber nicht nur vor Verschmutzungen und Gebrauchsspuren, sondern weist zudem eine edle Haptik und Optik auf.

Durch das Aufziehen von matter oder glänzender Folie wird Ihren Werbemitteln ein samtiger, matter Charakter verliehen oder ein tollet Glanzeffekt durch den die Farben noch intensiviert werden.

Gerne werden Folienkaschierungen z.B. für den Druck hochwertiger Speisekarten in der Gastronomie oder Hotellerie genutzt oder zur Veredelung von festen Umschlägen bei Broschüren und Katalogen sowie für besonders edle Flyer.

Chromokarton oder Chromopapier ist ein mehrschichtiges, zellstoffhaltiges weißes Papier mit einseitig glatter Oberfläche. Dieser wasserfeste, glatte Oberflächenstrich ist ähnlich dem von Kunstdruckpapier, allerdings in der Zusammensetzung des Strichs unterschiedlich. Durch das hohe Volumen des Chromokartons ist der Karton sehr steif und damit vor allem für den Druck von festen Flyern, Postkarten oder Autogrammkarten und günstige Setkarten geeignet. Da die unbeschichtete Rückseite ähnliche Eigenschaften wie Offsetpapier aufweist, ist diese beschreib- und bestempelbar – ideal für Ansichtskarten mit Standardlinierung auf der Rückseite und eigenem Motivdruck auf der Vorderseite. Die gestrichene Oberfläche erlaubt farbbrillante Darstellungen von Druckmotiven und detailreiche Bildwiedergabe.

Ein Chromokarton wir aber auch für den Druck von Grußkarten und Einladungen für besonders edle Optik genutzt oder auch als Umschlagpapier für Broschüren, Magazine und Kataloge.

Das CI – kurz für Corporate Identity steht als Begriff für das gesamte Image eines Unternehmens. Zum CI zählen unter anderen das CD – Corporate Design und das CB – Corporate Behavior (Verhaltensregeln im Unternehmen).

Für Grafiker und Werbeagentur steht bei einem Unternehmen die Entwicklung eines homogenen Corporate Designs im Vordergrund, passende zu den Leistungen, Produkten und Mitbewerber am Markt.

siehe auch “Corporate Design”

Der Begriff Clipping kommt aus dem Englischen und meint wörtlich: „der Ausschnitt, der Verschnitt“. In der Anwendung bei Computergrafiken wird das Abschneiden von Grundobjekten am Bildrand oder der Ecke eines Bildausschnittes (auch Fenster) als Clipping bezeichnet. Das Grundobjekt kann hierbei ein beliebiges Polygon (Vieleck) sein.

Siehe hier unter Clipping. Der Clipping path ist der gewünschte Pfad am Rand des Bildschirmausschnittes oder Fensters. Der Pfad definiert welche Bildinhalte an der Form des Polygons abgeschnitten werden sollen. Das beliebige Vieleck dient hier als Beschneidungspfad.

Ist die Abkürzung für das subtraktive Farbmodell, bestehend aus den Vier Farben Cyan, Magenta, Yellow und Key, wobei Key der Name für Schwarz ist. Die 4 Grundfarben sind genormte Prozessfarben und werden bei Druckern und Druckmaschinen verwendet. Im Gegensatz zum additiven Farbmodell RGB, wo die Lichtfarben Rot, Grün und Blau gemischt werden und in der Summe weiß ergeben, ergibt beim additiven Farbmodell die 100%ige Mischung aller Farben ein tiefes Schwarz. RGB-Farben sind geeignet für die Darstellung von Farben auf Monitoren und Bildschirmen.

Das CMYK-Farbmodell dient dagegen der Abbildung von gedruckten Farben. Da beide Farbmodelle systembedingt jeweils unterschiedliche Farben darstellen können, kann bei der Wandlung von RGB zu CMYK und umkehrt eine Farbveränderung auftreten. Bei der Erstellung von Grafiken oder der Bildbearbeitung sollte die Datei also jeweils im richtigen Zielfarbprofil angelegt werden, um Überraschungen beim Drucken zu vermeiden.

Die prozentuale Mischung von Farben ergibt einen bestimmten Farbton, der maximale Farbauftrag wäre 400%, wobei hier jede CMYK Farbe jeweils 100% hat. Bei dem qualitativen Offsetdruck ist allerdings von einem Farbauftrag mit 400% abzuraten, da die Trocknung bei so viel Farbauftrag fast nicht möglich ist. Für beispielsweise satte schwarze Flächen in einem Layout empfehlen wir eine Farbdeckung von 50% Cyan + 100% Schwarz oder 50% Cyan + 20% Magenta + 20% Yellow + 100% Schwarz.

Als coated paper bezeichnet man so genanntes gestrichenes Papier oder beschichtetes Papier. Bekanntester Vertreter im Druckbereich ist das Bilderdruckpapier (Kunstdruckpapier) welches meist mit den beiden Oberflächenveredelungen matt oder glänzend erhältlich ist. Gestrichenes Papier wird in der Herstellung mit einem Bindemittelauftrag (Oberflächenstrich) geglättet. Als Bindemittel wird dazu eine so genannte Streichfarbe eingesetzt, bestehend aus Bestandteilen wie zum Beispiel Kaolin, Kasein, Kreide, etc. Nach diesem Arbeitsgang erhält das Papier eine wesentlich festere, glatte und vor allem geschlossene Oberfläche. Dadurch wird die Farbaufnahme (Saugfähigkeit) des Papiers geringer und die Farbwiedergabe brillanter bei gesteigerter Detailwiedergabe und erhöhtem Kontrast.

Nach dem Druck ist Bilderdruckpapier allerdings weniger gut wiederbeschreibbar. Typisches Einsatzgebiet für Bilderdruckpapier gestrichen sind Werbedrucksachen wie Flyer, Poster, Plakate, Broschüren aber auch Kalender, Falzflyer und andere hochwertige Druckprodukte.

Im Gegensatz dazu steht das uncoated paper, ungestrichenes Papier wie zum Beispiel Offsetpapier / Kopierpapier. Dieses besitzt keine Oberflächenglättung ist damit saugfähig und sehr gut auch nach dem Druck wiederbeschreibbar – typischer Einsatzzweck ist Briefpapier und andere Geschäftsdrucksachen wie Kuverts, Umschläge, Visitenkarten, Klappkarten, Grußkarten, etc.

Unterschiedliche Geräte und Medien stellen Farbräume und Farbwerte jeweils unterschiedlich dar. So kann zum Beispiel das Bild auf einem Monitor anders aussehen als auf einem Drucker ausgedruckt. Auch hier hängt es wieder vom verwendeten Drucker (Tintenstrahl, Laser) der Marke und auch dem Modell ab. Auch auf unterschiedlich kalibrierten Monitoren und Bildschirmen sieht ein Bild anders aus. Typisches Beispiel wäre hier ein Elektronikmarkt mit unterschiedlichen Flachbildschirmen nebeneinander. Grundsätzlich weichen die meisten Geräte hier stark voneinander ab.

Doch was ist jetzt die richtige Einstellung? Als Grafikdienstleister oder Werbeagentur besitzen die meisten Firmen ein so genanntes Farbmanagement System, welches ermöglicht die einzelnen Glieder der Prozesskette aufeinander abzustimmen. Beispielsweise die Monitore lassen sich mit Farbcolorimetern exakt kalibrieren, bestimmte Farbprofile wie ISO coated v2 sollten als Standards für den Druck verwendet werden. Je besser die Geräte im Farbmanagement aufeinander abgestimmt werden, desto exakter wird das Ergebnis am Ende ausfallen.

Gerade bei der Grafikgestaltung auf unkalibrierten Monitoren kann beim Drucken das Ergebnis stark abweichen. Ein Rot-Ton der falsch justiert wurde, kann schnell ins Orange oder Gelb abfallen.

Ein Color-Proof ist ein farbverbindlicher Probedruck in nur geringe Stückzahl oder Einzelauflage der bei sehr teuren Druckprodukten und hohen Auflagen, wie zum Beispiel im Katalogdruck extra in Auftrag gegeben wird um quasi eine Vorschau auf das spätere Druckergebnis zu haben. Grundsätzlich unterliegt selbst mit einem Proof der spätere Offsetdruck gewissen Toleranzen, da auch die modernen Druckmaschinen mit Inline-Messung geringfügige Farbabweichung nicht vermeiden können. Für Drucksachen wie Flyer, Poster oder Folder mit nur geringer Auflage ist ein Proof meist teurer als der eigentliche Druck und wird daher heutzutage nicht mehr eingesetzt.

Ist eine Druckplattenbelichtungs-Technologie, bei der die Druckdaten direkt digital auf die Druckplatte belichtet werden. Früher erfolgte eine Umwandlung der Daten auf einen speziellen Film und erst danach erfolgt die Plattenbelichtung. Diese Methode hieß CTF ist aber deutlich aufwändiger und kommt bei der modernen Plattenbelichtung im Offsetdruck nicht mehr zum Einsatz. Im Digitaldruck entfällt die Plattenbelichtung gänzlich, da das Druckmotiv direkt auf das Papier übertragen wird, im so genannten Computer to Paper Verfahren.

Unter Corporate Design versteht man die Summe aller Marketingmaßnahmen und Kommunikationsmittel hinsichtlich des äußeren Erscheinungsbildes einer Firma oder einer Marke. Das Corporate Design (CD) ist ein Teil der Corporate Identity (CI) welches allumfassend das Auftreten eines Unternehmens nach innen und außen betrachtet (z.B. Corporate Behavior, etc.). Zum CD eines Betriebes gehören sämtliche Geschäftspapiere wie Visitenkarten bedruckt mit Logo, Mitarbeitername, Position und Kontaktdaten oder Briefpapier mit sämtlichen Informationen und Geschäftsdaten des Unternehmens bedruckt, aber auch andere Werbedrucksachen wie Flyer, Faltblätter und Broschüren (Firmeninformationen, Leistungen oder Produkte), die Webseite oder auch der Messestand. Das Corporate Design kann sich sogar bis hin zur Architektur des Firmengebäudes erstrecken, beispielsweise Fast-Food Ketten legen hier absoluten Wert auf Baugleichheit weltweit, bedruckte Fahnen im Außenbereich oder Werbeplanen mit Aktionen und Angeboten.

Das Kernelement des CD ist das Logo, bestehend aus Text (Schrifttypo) und oder Bildinhalten, bestimmten Farben und Formen und möglichen gestalterischen Elementen. Das Corporate Design gilt als Essenz des Unternehmens und sollte mit Bedacht auch künftige Entwicklungen und Ziele des Unternehmens festgelegt werden, auch um den Wiedererkennungswert und damit die Markenpräsenz zu erhöhen.

D

Viele Onlinedruckereien bieten einen Datencheck an, der die erstellten und übermittelten Druckdaten hinsichtlich bestimmter Kriterien überprüft. Gerade für unerfahrene Neukunden oder „Hobby-Grafiker“ ist diese Option zu empfehlen um bestimmte Fehlerquellen auszuschließen. Durch einen Datencheck werden bestimmte Eckpunkte der Druckdatei überprüft und bei Abweichung die zu Problemen im Druck führen könnten wird der Kunde informiert und kann die Datei gegebenenfalls neu übermitteln oder er gibt sein OK für eine mögliche Daten-Anpassung.

Der Begriff Deadline beschreibt einen bestimmten Zeitpunkt oder Termin bis zu diesem eine Aufgabe erledigt sein muss. Bei einer Onlinedruckerei ist die Deadline meist der Termin der spätesten Datenübermittlung bei einem Druckauftrag, damit der Auftrag noch am selben Werktag in Produktion gehen kann. Davon abhängig ist dann die Lieferzeit. Werden Druckdaten beispielsweise erst nach der Deadline an einem Tag übermittelt und der Upload abgeschlossen, so startet die Produktion erst am folgenden Werktag, bzw. der nächste Werktag ist der 1. zu zählende Tag laut der bestellen Lieferzeit-Option.

Als Digipack bezeichnet man die Verpackung bzw. Hülle von digitalen Ton- und Bildträgern wie DVDs, Blu-Ray Discs oder CDs. Die CD-Hüllen aus Karton können beispielsweise komplett vollflächig individuell bedruckt werden und werden teils sogar mit Füllhöhe angeboten, so dass ein CD-Tray oder DVD-Tray einfach eingesetzt werden kann zur Befestigung der CD oder DVD. Als Materialen stehen neben stabilem Karton, z.B. Chromokarton auch Papiervarianten mit Cellophanierung / Folienkaschierung zur Auswahl. Individuell bedruckte Hüllen für DVD und CD können oft bereits ab einer sehr kleinen Bestellmenge geordert werden, so dass auch kleine Bands, Labels und Produzenten hier eigene Hüllen und Cover für ein besseres Marketing zur Verfügung haben.

Im Digitaldruck-Verfahren werden die digitalen Druckdaten direkt nach einer computergesteuerten Datenaufbereitung auf den Papierbogen oder Material (PVC, Stoff, etc.) übertragen. Dieses Verfahren nennt man elektrografisches Drucksystem. Mit Hilfe eines Laserstrahls oder per Inkjet wird die Farbe auf den Bedruckstoff gebracht. Bei diesem Prozess wird im Gegensatz zum Offsetdruck oder Siebdruck keine Druckform benötigt, allerdings ist die Druckqualität beim modernen Offsetdruck häufig besser. Erst die neuesten und modernsten Digitaldrucker ermöglichen bei tonerbasiertem Laserdruck eine offsetähnliche Qualität. Der Grundlegende Unterschied zum Offsetdruck ist, dass im Digitaldruck so genannte Plots, also Einzelauflagen zu günstigen Druckkosten möglich sind, da jeder Papierbogen einzeln gedruckt werden kann ohne teure Sieb- / Formkosten.

Für kleine Auflagen unter 100 Stück ist also der Digitaldruck empfehlenswert, auch für Drucksachen mit hoher Seitenzahl und geringer Stückzahl ist der Digitaldruck oft wesentlich günstiger. Z.B. für den Broschüren-Druck, Kalender mit eigenem Motivdruck oder Diplomarbeiten und Exposés bietet sich das digitale Druckverfahren geradezu an.

Im so genannten Large-Format-Printing ermöglicht der Inkjet-basierte Digitaldruck riesige Formate z.B. für Planendruck oder Textildruck für Fahnen und Banner. Die Tinte wird hier über einen großen Schlitten wie bei herkömmlichen Tintenstrahldruckern in Breiten bis etwa 5 Meter (teils auch größer) direkt auf den Bedruckstoff gedruckt. Im Offsetdruck sind derartige Druckprodukte überhaupt nicht produzierbar.

Die digitale Bildbearbeitung ist ein Arbeitsschritt beim Grafikdesign in dem digitalisierte Bilder (z.B. Scan) oder digitale Bilder (von einem digitalen Foto) hinsichtlich Farbe, Größe, Bildauswahl, Farbigkeit und Schärfe am Computer bearbeitet werden. Auch die Bildretusche (Verändern, Bildmontage) ist ein in der Bildbearbeitung behafteter Prozess.

Durch digitale Bildbearbeitung lassen sich Fotos an das gewünschte Endergebnis (Monitordarstellung – Web, oder Druck) anpassen und mittels grafischen Effekten verändern.

Ein Digitalproof ist ein Vorab-Druck zur Kontrolle des späteren Druckergebnisses. Beim Digitaldruck wird ein einziges Probe-Exemplar mittels Tintenstrahl-, Laser- oder Thermosublimationsdrucker angefertigt. Dies kann aufgrund der nicht benötigten Druckformen wie beim klassischen Proof-Verfahren relativ kostengünstig hergestellt werden. Bei kleinen Druckprodukten oder kleinen Auflagen wird auf die Herstellung selbst eines Digital-Proofs meist verzichtet, da die Herstellungskosten eines Proofs beispielsweise beim Visitenkarten-Druck deutlich über den eigentlichen Druckkosten liegen. Auch die Farbverbindlichkeit gegenüber dem Druckergebnis im Offsetdruck ist bei einem Digitalproof meist nicht zu 100% übereinstimmend. Das Verfahren eignet sich hauptsächlich um den Stand der Seiten (z.B. beim Broschüren-Druck) / Satz zu überprüfen.

DIN steht kurz für Deutsches Institut für Normung e.V. bzw. für Deutsche Industrie-Norm. Mit Hilfe der DIN-Normen werden bestimmte Maße, Standards für Materialien und Anwendung festgelegt und vereinheitlicht um für Wirtschaft und Industrie die Verarbeitung und Handhabung zu erleichtern. In der Druckindustrie werden Papierformate und Größen (auch Farbmessung und Farbbegriffe) durch DIN-Formate angegeben. Die DIN-A Reihe ist die wohl bekannteste Norm wie der Briefbogen mit DIN-A4 oder ein Flyer im DIN-Lang oder DIN-A6 Format. Außerdem gibt es noch DIN-B, DIN-C (zum Beispiel bei Briefumschlägen) und DIN-D.

Die Größe für einen DIN-A0 Vierfachbogen entspricht 841 × 1189 mm. Ein Druckbogen in der Größe wird z.B. für den Plakatdruck, Wandplaner und Poster eingesetzt. Das Format DIN-A0 entspricht außerdem einer Fläche von 1 Quadratmeter.

Mit 594 × 841 mm ist der Doppelbogen im DIN-A1 Format ein großformatiges Plakat oder Poster für Werbedrucke, Fahrpläne, Kinoposter und Wandplaner.

Das DIN-A2 Format ist die genormte DIN Größe für einen Papierbogen mit 420 × 594 mm.

Als kleinste Postergröße wird für Werbeplakate im Einzelhandel wegen des geringen Platzbedarfs und der geringen Herstellungskosten gerne das DIN-A3 Format mit 297 × 420 mm Größe eingesetzt, was einem Halbbogen entspricht.

Mit 210 × 297 mm Größe ist der DIN-A4 Viertelbogen das Standard-Format für Briefpapier. Neben Briefbögen wird das DIN-A4 Papier auch für Formulare, Rechnungen, Lieferscheine, Anschreiben, Durchschreibesätze, Flyer uvm. genutzt.

Der Achtelbogen mit einer Größe von 148 × 210 mm wird auch DIN-A5 genannt. Üblich zum Beispiel für den Druck von Schreibblöcken, Prospekten und Flyern.

Als Halbblatt im Format 105 × 148 mm bezeichnet man das DIN-A6 Format. Bekanntester Vertreter bei Werbedrucksachen im DIN-A6 Format ist der Druck von Flyern, die Postkarte oder ein Taschenbuch. Auch Falzflyer / Faltblätter werden gerne im handlichen DIN-A6-Format gedruckt.

Exakt 74 × 105 mm groß ist das Viertelblatt im Format DIN-A7 und ist ein gängiges Format für kostengünstige Werbeaktionen zum Auslegen. Auch Flugblätter, Aufkleber, Gutschein-Bons und Wurfzettel werden gerne im kleinen Sparformat kostengünstig gedruckt.

Das nur 52 × 74 mm große Achtelblatt dient der DIN-A8 Norm als Größe und stellt ein mögliches Format für den Visitenkartendruck dar. Das leicht größere Scheckkartenformat von 55 × 85 mm hat sich bei Visitenkarten vor langem durchgesetzt und ermöglicht eine optimale Ausnutzung der Druckform und somit absolut preiswerte Herstellung im Offsetdruck.

Das DIN-Lang Format entspricht mit 105 × 210 mm genau einem Drittel von DIN-A4 und wird aufgrund der ansprechend Seitengröße für Flyer, Handzettel und Prospekte eingesetzt. Auch für Standard-Briefumschläge (DIN-Lang Umschlag) mit zweimal gefalzten Briefbögen dient die Norm als Vorlage für die Größe. Auf Grund von Kostenoptimierungen wird dieses Format bei einigen Druckprodukten auch immer wieder auf 99 × 210 mm optimiert.

Dispersionlack ist ein Lack auf Wasserbasis der nach dem Druck auf Druckerzeugnisse wie Visitenkarten, Postkarten oder Klapp- und Grußkarten aufgetragen wird, um die Optik und Haptik der Oberfläche zu verbessern.

Ein matter Dispersionslack versiegelt die Oberfläche und erzeugt einen matten, glatten Oberflächenstrich und kommt vor allem bei der Veredelung von festeren Bilderdruckpapier, z.B. bei 300 g/m² Grammaturen oft zum Einsatz.

Die Beschreibbarkeit von Drucksachen mit Dispersionslack ist eingeschränkt. D.h. nicht jeder Stift ist zum beschriften geeignet. Mit einem Folienmarker oder Kugelschreiber sind Beispielweise Drucke mit matter Dispersionslackierung beschreibbar.

Unter Dithering versteht man in der digitalen Bildbearbeitung den Effekt wenn benachbarten Pixeln eines Bildes zusätzliche Tonwerte oder Farben zugewiesen werden. Durch diese Technik werden Übergänge in Bildern (Farbwechsel, harte Kanten) weicher und der Farbumfang insgesamt größer.

Dithering bedeutet in etwa eine Streuung von Bildinhalten/Pixeln.

Als Nutzen wird in der Druckindustrie die für das Druckprodukt nutzbare Fläche des Papierbogens bezeichnet. Auf einem Doppelnutzen finden beispielsweise zwei unterschiedliche Motive / Seiten Platz. Beispielsweise auf einem DIN-A0 Bogen können zwei Plakate mit DIN-A1 Größe platziert werden. In der Weiterverarbeitung werden die Motive beim Zuschnitt getrennt. In der heutigen Druckindustrie kommen meist Mehrfachnutzen zum Einsatz, so dass viele unterschiedliche Motive / Aufträge mit gleicher Auflagenhöhe auf einer Druckform platziert werden, die so genannten Sammelformen (Sammelform-Produktion).

Als Nutzen wird in der Druckindustrie die für das Druckprodukt nutzbare Fläche des Papierbogens bezeichnet. Auf einem Doppelnutzen finden beispielsweise zwei unterschiedliche Motive / Seiten Platz. Beispielsweise auf einem DIN-A0 Bogen können zwei Plakate mit DIN-A1 Größe platziert werden. In der Weiterverarbeitung werden die Motive beim Zuschnitt getrennt. In der heutigen Druckindustrie kommen meist Mehrfachnutzen zum Einsatz, so dass viele unterschiedliche Motive / Aufträge mit gleicher Auflagenhöhe auf einer Druckform platziert werden, die so genannten Sammelformen (Sammelform-Produktion).

Beim Falzflyer-Druck wird in der Endverarbeitung der Bogen zweimal nacheinander mittig gefaltet. Ein Folder mit Doppelparallel-Falz hat dann insgesamt 8 Seiten.

DPI ist eine Bezeichnung aus dem Englischen für dots per inch, also Punkte pro Zoll und steht für die Auflösung pixelbasierter Grafiken und Bilder. Je feiner die Auflösung eines Bildes ist, desto höher ist die Anzahl der DPI. Der Bildeindruck wird schärfer und brillanter. Für die Darstellung eines scharfen Bildes auf einem Monitor genügen 72 dpi, im Druck werden dagegen mindestens 300 dpi benötigt um ein gutes Druckergebnis zu erzielen. Als Umkehrschluss daraus lässt sich ableiten, dass Bilder mit zu geringer Auflösung zwar auf einem Monitor gut aussehen können, beim Drucken allerdings kann das Ergebnis sehr schlecht ausfallen. Für ein gedrucktes Bild muss die Auflösung in der Datei also wesentlich höher sein.

Bei dieser Bindetechnik werden einzelne Seiten mittels einer Spiralbindung aus Metall oder Kunststoff miteinander verbunden. Je nach Umfang (Seitenzahl) kommen Ringsysteme mit unterschiedlichem Durchmesser zum Einsatz. Zu den klassischen Druckprodukten mit Drahtkammbindung, auch Wire-O-Bindung genannt, zählen unter anderen Abschlusszeitungen, Doktorarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen, Hochzeitszeitungen, Blöcke und Ringbücher oder generell Schriftstücke und Produktpräsentationen mit höherem Seitenumfang aber geringer Produktions-Stückzahl. In der Verarbeitung werden die fertigen Seiten als Stapel mit einer Loch-Stanzung versehen, anschließen wird die Drahtkamm-Bindung eingesetzt.

In der Druckindustrie kommen teils sehr unterschiedliche Druckverfahren zum Einsatz: Mit Hilfe von verschiedensten Druckmaschinen können so grafische Informationen wie Texte und Bilder auf einen Bedruckstoff aufgebracht werden. Grundsätzlich wird zwischen vier unterschiedlichen Hauptdruckverfahren unterschieden. Erstens: das so genannte Hochdruckverfahren, welches für den klassischen Buchdruck und Flexodruck als Basis dient. Zweitens: verschiedene Flachdruckverfahren wie den verbreiteten Offsetdruck, Steindruck und Lichtdruck. Drittens: Durchdruckverfahren wie beispielsweise der Siebdruck oder Filmdruck. Viertes und letztes Druckverfahren ist der Digitaldruck.

Je nach gewähltem Bedruckstoff / Material, Auflage und Qualitätswunsch empfehlen sich jeweils unterschiedliche Druckverfahren. So ist der Offsetdruck für mittlere bis große Auflagen von bunten Papierdrucksachen bis zu einer Größe von DIN-A0 interessant, der Siebdruck eher für kleinere Auflagen von Textildrucksachen oder wetterfesten Aufklebern. Im Digitaldruck lassen sich großformatige Einzelauflagen wie Werbeplanen, Banner und Werbesysteme kostengünstig realisieren.

Als Druckvorstufe (Prepress) bezeichnet man sämtliche Arbeiten die zwischen dem Layout und vor dem Druck ausgeführt werden. Hierunter fällt beispielsweise die Datenaufbereitung oder die Herstellung der Druckform, bzw. Satz- und Montagearbeiten beim Ausschießen der Seiten auf die Druckplatte.

Als so genanntes Durchschlagen wird das Durchdringen der Druckfarbe von der Vorder- auf die Rückseite genannt. Das Bild oder Motiv der Vorderseite vom Papier so stark aufgesogen, dass es das gesamte Blatt durchdringt.

Als dynamisches Drucken wird der individualisierte Digitaldruck bezeichnet, der es ermöglicht jede einzelne Druckseite individuell in Einzelauflage anders zu bedrucken. Dieses Druckverfahren eignet sich für Mailings mit individuellem Adressendruck oder beispielsweise einzelne Kalenderseiten, die in der richtigen Reihenfolge gedruckt werden können.

E

Effektfarben oder auch Schmuckfarben werden im Druck verwendet um Printprodukte entsprechend zu veredeln oder um ein besonderes optisches Ergebnis zu erreichen. Sonderfarben werden beispielsweise von Firmen mit einem stark ausgeprägten CI verwendet die eine Sonderfarbe für ein gezieltes Layout oder Logodesign einsetzen. Den Sonderfarbdruck gibt es daher beispielsweise beim Briefbogen-Druck oder bedruckten Kuverts oder auch Visitenkarten. Als Effektfarben, beispielsweise im Weihnachtskartendruck, wird Gold oder Silber genutzt, aber auch Strukturlacke (Relieflack, Wassertopfenlack), Glanzlacke (Partieller UV-Lack, Dispersionslack) oder Regenbogenlacke werden gerne zur Druckveredelung eingesetzt.

Wird ein Papierbogen einmal mittig gefaltet, nennt man dies Einbruchfalz, bzw. auch Lagenfalz. Diese Falzart kommt unter anderem beim Broschürendruck zum Einsatz, da hier die Doppelseiten in der Mitte gefalzt werden. Das typische Produkt für den Ein-Bruch-Falz sind Folder oder Falzflyer, Beispielsweise der DIN-A5 Falzflyer, der im offenen Zustand aus einem DIN-A4 Papierbogen / Blatt entsteht.

Als Einschießen wird das Einlegen von unbedrucktem Papier als Zwischenbogen bezeichnet, welches beispielsweise Teilauflagen kennzeichnet und abtrennt oder einzelne Druckbögen trennt um ein Ablegen der Farbe auf den unteren Druckbogen zu vermeiden.

Als Endformat im Druck bezeichnet man das endgültige Format einer Drucksache nach dem Beschnitt oder der Stanzung. 

In den Druckdaten gibt es zusätzlich das Datenformat oder auch Rohformat welches meist einen zusätzlichen Beschnitt ringsum das Endformat mit 1-3 mm ausweist. Der Beschnitt dient im Zuschnitt dazu, minimale Toleranzen (leichte Verschiebungen) auszugleichen die in der Druckweiterverarbeitung nicht zu vermeiden sind.

Siehe auch “Beschnitt”.

Für den Druck von Endlosformularen wird Papier auf Rolle eingesetzt, welches dann im Rollen-Offsetdruck durchgehend bedruckt wird. Beim Endlosdruck werden dann bei Formularen die Einzelseiten mit einer Perforation versehen, um diese später einzeln abtrennen zu können. Auch seitlich wird eine Lochung für den Papiereinzug gestanzt um das Endlospapier in der Spur zu halten und exakt bedrucken zu können. Beim Endlos-Formular-Druck werden meist mehrere Seiten von Durchschreibepapier gleichzeitig bedruckt, anschließend zusammengeführt und mittels Crimpung verbunden, so dass der Stand der Seiten exakt aufeinander liegt.

Beim Endlosformular-Druck werden keine Papierbögen einzeln bedruckt, sondern es erfolgt ein fortlaufender Druck z.B. auf Rollenpapier. Um die Seiten später voneinander zu trennen erfolgt zwischen zwei Seiten eine Perforation. So lassen sich die Endlossätze bequem abtrennen oder bei Bedarf mehrere Seiten aneinander Drucken. Endlosformulare werden meist für die Herstellung von Lieferscheinen oder dem Druck von Rechnungspapier für Firmen mit hoher Anzahl von Artikeln eingesetzt. Da für die Formulare häufig Durchschreibepapiere zum Einsatz kommen ist dieses Produkt gerade für den mobilen Rechnungsdruck interessant.

Durch eine spezielle De-Fokussierung während des Scan-Vorgangs einer gedruckten Vorlage (Rastergrafik, Bild aus Zeitschrift, Zeitung, etc.) oder mit Hilfe einer Unschärfe-Maske im Grafikprogramm lassen sich im Druck zwangsläufig entstehende Rasterpunkte verringern oder vermindern. Dadurch wird der so genannte Moiré-Effekt vermieden oder Farbverschiebungen bei erneutem Raster-Druck.

EPS ist ein spezielles Dateiformat, welches sich insbesondere sowohl für vektorbasierte Grafiken also auch für pixelbasierte Bilder eignet. In einer EPS-Datei können also sowohl Bilddaten also auch Linien und Kurven wie zum Beispiel Schriften platziert werden. Daher eignet sich das Format beispielsweise ideal für Logo-Dateien oder zur Einbindung von Daten in Layout-Dateien.

Selbstklebende Etiketten werden entweder auf einem Bogen (einzelne Aufkleber) oder auf einer Rolle produziert und können von der Trägerfolie abgezogen und auf einem beliebigen Untergrund aufgeklebt werden. Dieses spezielle Aufkleberformat ermöglicht die Kennzeichnung von Waren oder Produkten zum Beispiel als Adress-Etikett oder Preis-Etikett.

Auch im Spirituosen-Sektor für Getränkehersteller und Winzer bieten sich individuelle Etiketten für Flaschenbeklebung an, die perfekt mit Etikettiermaschinen verarbeitet werden können. Auch in der Warenverpackungs- und Kosmetikindustrie wird beispielsweise auf haltbare Etiketten aus PVC-Folio zurückgegriffen – wasserfest und witterungsbeständig.

Als zweite Etiketten-Variante gibt es außerdem nassklebende Etiketten die beispielsweise mit einem Leim auf Wein- oder Bierflaschen aufgebracht werden können. Die Etiketten werden einzeln zugeschnitten und können daher auch randlos gedruckt werden.

Mit dem Druck hochwertiger Flaschen-Etiketten erreicht man beste Haltbarkeit der individuellen Labels sowie beste Motivdarstellung des Wunschlayouts.

Euroskala ist die Abkürzung für die Farb-Norm Europäische Farbskala nach DIN 16539, welche im Jahr 2002 ohne Nachfolger abgesetzt wurde, aber auch heute noch gerne oft in der Druckindustrie von Grafikdienstleistern verwendet wird. Die Euroskala ist ein standardisiertes Farbsystem für die Grundfarben im Vierfarbdruck in welchem alle zu erreichenden Farbtöne realisiert werden können. Beim modernen Offsetdruck hat sich heute das ICC-Farbprofil ISOCoated v2 300% als Standard etabliert.

F

Als Farbannahme versteht man die Fähigkeit eines Papieres während des Druckprozesses eine bestimmte Menge an Farbe aufzunehmen. Die maximal aufnehmbare Farbe hängt zum einen von der Verdichtung (Porosität) der Papieroberfläche ab, zum anderen von den Eigenschaften der Druckfarbe (Zähflüssigkeit / Viskosität). Um ein Ablegen (Abdruck des oberen Papierbogens auf den Darunterliegenden bei hoher Feuchtigkeit des Papiers) zu vermeiden, muss die Druckmaschine optimal an die Papier- und Farbeigenschaften angepasst sein um ein hochwertiges, sauberes Druckergebnis zu erreichen.

Im Vierfarbdruck mit den Grundfarben CMYK gibt es vier Farbauszüge, pro Farbton also einen Farbauszug. Farbauszüge werden für den Druck als Kopiervorlage (als positiver oder negativer Film) benötigt und können mit Hilfe eines Farbauszugsfilters oder per Computerberechnung erzeugt werden.

Ein Farbkanal enthält alle Informationen der Farbkomponenten eines Bildes, pro Farbauszug ist also je ein Farbkanal vorhanden. Je nach verwendetem Farbmodus / Farbraum variiert auch die Anzahl der Farbkanäle entsprechend. Bei RGB Bildern gibt es 3 Farbkanäle, beim CMYK-Farbmodus sind es dagegen 4 Farbkanäle, für Cyan, Magenta, Yellow, Key (Schwarz).

Ein Farbkeil ist der Mess-Streifen seitlich am Rand des Papierbogens oder neben dem Druckmotiv, der beim Drucken zur Kontrolle der Farbe dient. Dank moderner Inline-Farbmessung justieren sich moderne Offsetdruckmaschinen heute teilweise vollautomatisch und führen die Farbmessung nach PSO(ProzessStandard Offset) automatisch durch.

Die Farbkorrektur ist ein Prozess in der digitalen Bildbearbeitung. Hier wird die Farbinformation eines Bildes auf das jeweilige Zielprofil im Druck oder speziell auf einen Kundenwunsch hin optimiert, oder zum Beispiel bei farbstichigen Bildern eine Korrektur durchgeführt. Mit Hilfe von farbechten, entsprechend kalibrierten Monitoren ist es möglich eine Farbkorrektur optimal durchzuführen.

Als Farbmodell bezeichnet man auch den jeweiligen Farbmodus der durch ein Geräte oder Medium darstellbar ist. Bildschirmfarben werden durch das additive Farbmodell RGB beschrieben (Lichtfarben) oder mit dem HSL-Modus. Im Druck ermöglicht das CMYK Farbmodell durch subtraktive Farbmischung (Druckfarben) die Farben zu beschreiben. Die Farbe wird hier vom Druckbogen absorbiert und durch den reflektierenden Lichteinfall wird erst die Farbwirkung erzeugt. Beide Farbmodelle sind nur bedingt kompatibel, da RGB wesentlich mehr Farben darstellen kann. Bei der Wandlung von Farbmodellen kann es daher zu Farbverschiebungen kommen, die mittels einem guten Farbmanagement, bzw. ordentlicher Farbkorrektur gering gehalten werden können.

Jedes Gerät zur Bildverarbeitung (Scanner, Foto, Kamera), Bildausgabe (Drucker) und Bildanzeige (Monitore) verfügt über ein sogenanntes charakteristisches Farbprofil. Dadurch wird das Original, bzw. die Farbe des Bildes abhängig vom eingesetzten Gerät verfälscht wiedergegeben. Jeder Hersteller eines Gerätes hat in der Regel individuelle Farbprofile, um ein bestimmtes Ergebnis in der Wiedergabe oder Verarbeitung zu erreichen, z.B. eine satte, leuchtende Bilddarstellung am Monitor. Dadurch lässt sich erklären warum ein Bild in der Monitordarstellung anders aussehen kann als beim Ausdruck oder auf einem anderen Monitor. Mittels Farbkalibrierung eines Color-Management-Systems lassen sich alle Geräte aufeinander abstimmen um so von der Eingabe bis zur Ausgabe einen Standard zu verwenden.

In einem Farbraum lassen sich Farben mittels Zahlenwerten abbilden. Jedes Ein- und Ausgabegerät in der Druckindustrie und Medientechnik kann jeweils nur einen bestimmten Teil des sichtbaren Lichtspektrums darstellen. Da ein Monitor Farben des RGB oder sRGB Farbraums darstellt, der wesentlich umfangreicher als beispielsweise ein CMYK Farbraum (Druck-Farbraum) ist, lassen sich bestimmte RGB Farbtöne im Druck nicht darstellen und müssen entsprechend in eine ähnliche CMYK-Farbe umgewandelt werden. Durch die Farbwandlung können auch Farbverschiebungen auftreten, ein bestimmter Rot-Ton kann zum Beispiel ins Orange rutschen.

Bei der digitalen Bildbearbeitung können bei einer Rastergrafik die verwendeten Farben verringert werden, also die Anzahl der maximal möglichen Farben wird reduziert. Bilder mit geringerer Farbtiefe benötigen entsprechend weniger Speicherplatz, daher wird eine Farbreduktion zum Beispiel bei einem GIF-Bild für Web-Bilder und Internet-Grafiken angewendet um die Ladezeiten von Webseiten entsprechend zu minimieren.

Die Farbsättigung beschreibt neben dem Farbton und der Helligkeit die Farbwirkung. Die Sättigung beschreibt die Buntheit der Farbe, also die relative Farbwirkung bezogen auf den Abstand auf der Unbunt-Achse im Verhältnis zum Referenz-Weiß. Unbunt würde bedeuten, dass die Farbe Grau, also ohne Farbe angezeigt wird (Neutralgrau).

Ein Farbstich tritt auf, wenn eine Verschiebung einer Farbe zu einem anderen Farbwert zustande kommt und entsteht beispielsweise beim Umwandeln von Farben in andere Farbräume. Eine Monitorfarbe in RGB kann beim Wandeln in CMYK (Druckfarbraum) in der Zusammensetzung der Farbanteile verändert werden, da bestimmte Farben mit unterschiedlichen Farbräumen nicht dargestellt oder gedruckt werden können. Vor allem grelle Lichtfarben (Neon) sind davon betroffen oder Monitorfarben mit sehr starker Sättigung und Helligkeit. Auch in der Fotografie können Farbstiche bei Bildern auftreten, z.B. beim Auftreten von Mischlicht (Tageslicht und Kunstlicht) oder einer mangelhaften Weißkorrektur.

Die Farbtiefe beschreibt die Anzahl der Speicherbit pro Pixel, also die Dynamik zwischen z.B. dem unbuntesten und buntesten Wert (Sättigung) den ein Farbwert pro Pixel annehmen kann. Die maximale Anzahl darstellbarer Farben hängt also mit der Bit-Tiefe zusammen. Mit 8 Bit lassen sich beispielsweise 256 Farbnuancen pro Grundfarbe abbilden (bei RGB 3 mal 8 BIT). Die Bit-Tiefe gibt also den Sättigungswert pro Farbkanal wieder. Je höher die Bittiefe, desto höher wird die Farbbrillanz aber auch die Größe der Datei steigt proportional.

Der Farbton ist eine der grundlegenden Eigenschaften der Farbe (wie Helligkeit und Sättigung) die subjektiv vom Menschen wird. Die Farbempfindung unterscheidet sich in rot, gelb oder blau. Durch die drei Kriterien lässt sich eine Farbe eindeutig einem bestimmtem Wert zuordnen oder einer bestimmten Wellenlänge des Lichts.

Beim Flachdruck wird die Druckform mit einer fetthaltigen Farbe und Wasser angefeuchtet. Durch einen chemischen Prozess nimmt nur der zu bedruckende Bereich Farbe auf und stößt gleichzeitig das Wasser ab. Da die nicht druckenden Elemente mit den Druckenden auf der Form in einer Ebene liegen, nennt man das Verfahren Flachdruck. Bekanntester Vertreter ist der Offsetdruck wobei in Bogen-Offsetdruck und Rollen-Offsetdruck grundsätzlich unterschieden wird.

Winzer, Brauereien und Getränkehersteller bedürfen spezieller Flaschenetiketten die unterschiedlichen Qualitätskriterien genügen müssen. Sie müssen auf Glas halten, ebenso bei Temperatur und Feuchtigkeitsschwankungen stets formstabil und Farbecht bleiben. Flaschenetiketten gibt es auf Rolle oder auf Bögen produziert und mit speziellen Individualisierungen und Veredelungen wie Heißfolienflachprägung oder Relieflack. Etiketten lassen auch außerdem haftklebend oder naßklebend produzieren, z.B. für automatische Etikettier-Maschinen.

Flyer gehören zu den am Meisten gedruckten Werbemitteln in der Druckbranche und haben Ihren Platz in fast jedem Werbekonzept von Unternehmen und Gewerbetreibenden. Ein gedruckter Flyer ist ein einseitig oder beidseitig bedruckbares Blatt Papier (meist Bilderdruckpapier) auf dem Werbeinformationen, Logos, Texte, Bilder, etc. aufgedruckt werden um ein bestimmtes Produkt, Dienstleistung oder eine Veranstaltung zu bewerben. Dank dem handlichen Format von Flyern (DIN-A8 bis DIN-A3) können diese nahezu überall ausgelegt oder verteilt werden und werden gerne von Kunden oder Interessenten mitgenommen. Die wirtschaftlichste Druckform für Flyer ist der Offsetdruck, da hier kostengünstig und schnell kleine wie große Auflagen realisiert werden können.

Unter einem Folder versteht man generell gefalzte Drucksachen. Bekannteste Vertreter sind die Falzflyer / Faltblätter. Für den Druck werden verschiedene Falzarten angeboten, wie zum Beispiel die Zickzack-Falzung, Wickel-Falzung, Altarfalz oder Kreuzbruch-Falz, auch in Kombination, abhängig von der Falzmaschine und der Seitenzahl. Gängige Falzflyer gibt es in den Seitenumfängen von 4 bis 16 Seiten.

Auto-Aufkleber, Domain-Aufkleber

Als Folienschriften bezeichnet man meistens konturgeschnittene Folien-Aufkleber die beispielsweise zum Bekleben von Autos, Schildern oder Schaufenstern eingesetzt werden. Auch Domain-Aufkleber werden mittels Folien-Plot hergestellt.

Aus einer meist einfarbigen Folie wird mit einem Schneideplotter die Kontur eines Logos, einer Grafik oder einer Schrift ausgeschnitten. Anschließend wird der Aufkleber auf eine Trägerfolie gezogen, so dass die einzelnen Bild-, Logo- oder Textbestandteile exakt auf Position bleiben. Diese Folien können dann wie ein herkömmlicher Aufkleber aufgeklebt werden. Entfernt man dann die Trägerfolie, sind nur die Kontur-geschnittenen Bildelemente auf der Oberfläche zu sehen.

Für den Folienplot können allerdings keine Pixel-Bilder verwendet werden, da der Schneideplotter für den Folien-Zuschnitt an Konturen und Pfaden entlang fährt. Für ein optimales Druckergebnis sind Vektorgrafiken zu empfehlen (.ai, .eps, etc.). Um mehrfarbige Logo als Folienplot zu drucken werden mehrere einfarbige Folien miteinander kombiniert. Farbverläufe, Effekte, Schatten, etc. können mit einer Folienschrift nicht realisiert werden.

Individuell bedruckbare Formulare werden in den unterschiedlichsten Branchen eingesetzt, zum Beispiel als Stundenzettel für die Lohnabrechnung, SV-Meldeformulare oder Anmeldungen und Bestellformulare. Als Formulare bezeichnet man vorbedruckte Formblätter auf denen bestimmte Felder für die Eintragung von Daten vorgesehen sind. Viele Druckereien bieten außerdem für den Formulardruck optional eine Abheftlochung an, so dass ausgefüllte Formulare schnell abgeheftet werden können.

DieDruckdienstleister.de bietet sogar günstige Durchschreibesätze als Block mit einer vorgedruckten Nummerierung der einzelnen Blätter, so dass beispielsweise eine fortlaufende Nummerierung die einzelnen Blätter des Quittungsblocks kennzeichnet.

Fotobücher können bereits ab einer geringen Auflage im günstigen Digitaldruck produziert werden. Viele Anbieter von Fotobüchern haben sich auf den privaten Endkunden spezialisiert und bieten mittels Web-to-Print Lösungen Plattformen an, über die Bilder übertragen werden können und der Kunde das Layout direkt beim Bestellen festlegen kann. Diese Lösung ist zwar für den Endkunden sinnvoll, bietet aber keine Möglichkeit der individuellen Gestaltung des Layouts. Daher können Sie bei einer Druckerei den Druck individualisierter Fotobücher kostengünstig bestellen und ein professionelles Layout der einzelnen Seiten erstellen und für den Druck vollflächig konzipieren. Dank variabler Seitenzahl und hochwertigem Druck lässt sich so ein Fotobuch kostengünstig drucken.

Typischerweise werden Wandkalender oft als Fotokalender bezeichnet, da die einzelnen Kalenderseiten in der Regel mit großen Bildern oder Bild-Collagen versehen sind. Fotokalender werden teils mit Spiralbindung und Aufhängung (inkl. Daumenstanzung) hergestellt und sind meist Geschenke von Unternehmen an Kunden oder Geschäftspartner zum Jahreswechsel oder einem Jubiläum. Dank hochwertigem Digitaldruck gibt es Kalender auch in Kleinauflage mit komplett individuellem Motivdruck versehen zu günstigen Preisen. Da ein Wandkalender über ein ganzes Jahr beim Kunden hängt, ist es auch ein originelles und sinnvolles Werbegeschenk. Typische Kalendermotive sind Landschaften, Bilderdrucke oder auch erotische Motive wie Aktbilder.

Unter dem so genannten Freistellen versteht man die Entfernung des Hintergrundes oder unwesentlicher Inhalte eines Bildes mittels manueller oder elektronischer Bildbearbeitung. Oft werden markante Bildinhalte oder einzelne relevante Elemente eines Bildes freigestellt um diese in einem Layout oder einer Bildmontage zu platzieren ohne den kompletten Bildinhalt verwenden zu müssen. Gängige Grafiksoftware wie z.B. der Adobe Photoshop bietet Tools zur Bildretusche wie für das Freistellen an. In der Bildbearbeitung für Kataloge werden beispielweise die Models oder Kleidungsstücke freigestellt um diese auf alternative Hintergründe zu setzen oder miteinander zu kombinieren. Oft werden die Bilder gar komplett im Studio fotografiert und die Kulisse oder Landschaft mittels Bildmontage eingefügt.

Um garantieren zu können, dass Papierprodukte aus nachhaltiger Rohstoffproduktion stammen wurde das Forest Stewardship Council, kurz FSCins Leben gerufen. Printprodukte mit diesem Siegel und einer Zertifizierungsnummer ermöglichen eine lückenlose Zurückverfolgung des Druckprodukts bis hin zum Holz und dessen Abbau. FSC steht auch für sozial- und umweltfreundliche Forstwirtschaft und kontrollierten Holzanbau und Holzabbau. Viele Papierhersteller beziehen mittlerweile fast ausschließlich Papiere mit FSC oder PEFC Siegel, da die Rohstoffhersteller gezielt auf nachhaltige Waldwirtschaft setzen. Aus lizenzrechtlichen Gründen verzichten viele Druckereien auf den Aufdruck oder der Präsentation des Siegels, obwohl das Papier aus FSC-Quellen stammt, um so günstige Preise in der Papierlieferung und Weiterverarbeitung zu erreichen.

G

Die Abkürzung g/m² steht für Gramm pro Quadratmeter als das Flächengewicht, bzw. die Grammatur des für den Druck verwendeten Papiers. Aus der g/m²-Angabe lässt sich die Papierstärke ableiten und auch das Gewicht der fertigen Drucksache. Wichtig zum Beispiel für die Haptik des Druckprodukts und die Versandkosten abhängig vom Gesamtgewicht.

Als Gamut bezeichnet man den kompletten Farbraumumfang eines Geräts oder Systems zur Farbdarstellung, zum Beispiel einen Drucker, Scanner oder Monitor. Der Gamut ist daher die individuelle Farbkennung die bei jedem Gerät unterschiedlich sein kann.

Bei der Papierherstellung wird bei gestrichenem Papier die Oberfläche durch den Auftrag von Bindemittel gleichmäßig versiegelt. Durch diese Veredelung wird das Papier sehr glatt und stabil. Die geschlossene Oberfläche ermöglicht im späteren Druck eine verbesserte Bilddarstellung und brillantere, satte Farben. 

Bekanntester Vertreter von gestrichenem Papier ist das Bilderdruckpapier (Kunstdruckpapier) welches z.B. für Flyer, Poster oder Broschüren gerne aufgrund der hervorragenden Detaildarstellung genutzt wird. Es gibt ein oder beidseitig gestrichene Papiere, sowie in der Ausführung matt oder glänzend. 

Gestrichene Papiere, meist auch als Kunst- oder Bilderdruckpapier bezeichnet, sind speziell verarbeitete Papiere, bei denen die Oberfläche mit einem Kreidestrich veredelt wurde, welcher entweder matt oder glänzend erscheint. 

Die Papiere erhalten durch diese spezielle Bearbeitung eine geschlossene, glatte und stabile Oberfläche, wodurch eine sehr hohe Detailwiedergabe bei Bildern und damit ein hochwertiges Druckergebnis erzielt werden kann.

glänzend gestrichen:
Glänzend gestrichene Bilderdruckpapiere entstehen durch eine nachträgliche Satinage. Beim Satinieren läuft das Papier durch mehrere unterschiedliche Walzenpaare (verschiedene Härtegrade und Materialien). Der dadurch erreichte “Bügel-Effekt” verleiht der Papieroberfläche noch mehr Glätte und Glanz. Glänzende Bilderdruckpapiere sind Papiere die bei der Bedruckung für brillante Farbergebnisse und gestochen scharfe Kontraste sorgen.

matt gestrichen:
Matt gestrichenen Bilderdruckpapiere garantieren im Gegensatz zur glänzend gestrichenen Variante eine Reflektions-freie Bildwiedergabe bei kontrastreicher Farbwiedergabe. Durch die matte Oberfläche wird eine hervorragende Lesbarkeit erreicht. Matte Bilderdruckpapiere werden häufig für dezenter wirkende Druckprodukte mit edler Anmutung eingesetzt.

Ob Sie sich für mattes oder glänzendes Papier entscheiden ist Geschmacksfrage und abhängig vom Einsatzzweck. Das glänzend gestrichene Bilderdruckpapier zeichnet sich aber durch bessere Weiterverarbeitungskriterien und wesentlich kürzere Trocknungszeiten nach dem Druck gegenüber matt gestrichenem Bilderdruckpapier aus.

GIF ist ein Dateiformat für Grafiken und Bilder (Graphics Interchange Format) welche eine hohe Kompression von Bilddaten relativ verlustfrei ermöglicht. Da die Komprimierung in der Farbtiefe erfolgt ist es gerade für Bilder geringer Farbtiefe (monochrome Bilder, geringe Detailtiefe und Farbigkeit) geeignet. Dank der geringen Dateigrößen ist GIF ein ideales Internetformat. GIFermöglicht außerdem das Speichern mehrere Einzelbilder in einer Datei als dynamische Animation, welche dann Webbrowser wiedergeben können, bekannt auch als Banner oder animated-gif.

Als Grammatur bezeichnet man das Flächengewicht eines Materials (Stoff, Papier), also die Masse im Verhältnis zur Fläche. Das Format wird Gramm pro Quadratmeter (kurz: g/m²) angegeben. Ein DIN-A0 entspricht in etwa einem Quadratmeter Fläche, so dass die kleineren DIN-Formate sehr gut berechnet werden können. Die Grammatur ist wichtig, um die Haptik eines Papier zu beschreiben und um Versandkosten, Verpackungsvolumen, etc. berechnen zu können.

Die Grauskala ermöglicht die gleichmäßige Abstufung von Grautönen (zwischen Schwarz und Weiß) zwischen den Werten 0 und 255. Mit Hilfe der Grauskala kann die Gradation von Bildmaterial gemessen und beurteilt werden.

Als Graustufen bezeichnet man die Tonwertstufen in einem Halbtonbild, welche die Grauwerte beschreiben. Die meisten Halbtonbilder weisen 256 Graustufen pro Farbe auf.

Dabei handelt es sich um Größen die über DIN-A0 liegen. Da für den Druck meist große Plotter und Druckmaschinen mit erheblichem Umfang eingesetzt werden müssen, bieten den Großformatdruck nur spezialisierte Druckdienstleister an. Durch das große Format werden meist nur geringere Stückzahlen und Kleinauflagen benötigt, weshalb gerade Plotter im Digitaldruck für die Herstellung geeignet sind. Gänge Werbemittel im Großformatdruck sind Planen, Schilder, Plots und großformatige Werbesysteme wie Rollupsysteme, Messedisplays und Faltdisplays.

Das Gummituch ist ein Bestandteil von Offsetdruckmaschinen. Das aus mehreren Lagen bestehende Gummituch wird als Zwischenträger über einen Zylinder gespannt und nimmt je nach Art des Gummituchs und dessen Spannung maßgeblichen Einfluss auf die Qualität des Drucks. Über das Gummituch wird die Farbe von der Druckplatte auf den Bedruckstoff (meistens Papier) übertragen. Die aufgespannte Druckplatte überträgt die Farbe auf das Gummituch, das Gummituch auf das Papier. Durch die Elastizität des Gummis können Unebenheiten oder bestimmte Oberflächenbeschaffenheiten des Bedruckstoffs ausgeglichen werden für ein brillantes Druckergebnis. Der Offsetdruck liefert gerade im Bilderdruck sehr saubere Ergebnisse, da das Gummituch die Rasterpunkte nahezu ideal übertragen kann. Die Gummitücher bei Offsetdruckmaschinen sind Verschleißteile und werden nach bestimmter Zeit ausgetauscht.

H

Eine so genannte Haarlinie ist die dünnste darstellbare Linie mit der kleinsten Strichstärke (0,3 mm). Die Darstellung ist abhängig vom verwendeten Gerät (Monitor, Drucker) und dessen möglicher Auflösung, so kann es möglich sein, dass eine Haarlinie auf einem Gerät sichtbar ist auf einem anderen dagegen nicht.

Ein Halbton ist ein Farbton der aus der Mischung einer Volltonfarbe mit Weiß oder einem Grauwert besteht. In den meisten Druckverfahren können Halbtöne nur interpoliert also gerastert wiedergegeben werden, nicht als echter Halbton.

Als Hardcover (Englisch für „gebundenes Buch“) bezeichnet man in der Regel einen festen Buchumschlag eines gebundenen Buches. Der Festeinband besteht meist aus Pappe mit zusätzlichem Schutzumschlag und verleiht einem Buch dadurch Stabilität und Schutz, sowie eine hochwertigen Einband. Günstigere Alternativen für den Buchumschlag ist das so genannte Soft-Cover z.B. für ein Taschenbuch bestehend aus einem dünneren Papier.

Die Heißfolienflachprägung ist eine dekorative Veredelung eines Printprodukts mittels spezieller Drucktechnik. Hier werden hochglänzende Folien mit Hilfe von Druck und Hitze auf den Bedruckstoff / Papier gepresst. Für jeden Druckauftrag wird ein individuelles Prägewerkzeug mittels Ätzverfahren hergestellt, welches dann nach dem herkömmlichen Druck die Heißfolie in Gold oder Silber auf den Bedruckstoff presst. 

So können Motive und Texte ab einer Linienstärke von 3 Punkt (≙ 1,06 mm) speziell hervorgehoben werden und verleihen dem Druckprodukt einen effektvollen Auftritt.

Die Heißfolienflachprägung ist in der Weiterverarbeitung nur einseitig auf der Außenseite/Titel möglich.

Tipp: Eine Volltonfarbe „Folie“ ist für die Heißfolienflachprägung unbedingt in der Druckdatei anzulegen.

Das Heißkalandrieren ist eine Veredelungsvariante welche nach dem Lackieren eines Bedruckstoffs ausgeführt wird um dem Druckwerk zusätzliche Steifigkeit und eine hochglänzende Optik zu verleihen. Ein Heißkalander besteht aus elektrisch beheizten Walzen die mit hohem Anpressdruck gegeneinander laufen, wodurch der Bedruckstoff komprimiert und die Lackierung versiegelt wird.

Beim Heißsiegeln wird durch beheizte Pressen mit einer Temperatur von etwa 120 bis max. 150 Grad eine thermoplastische Schicht geschmolzen um Materialien miteinander zu verbinden. Diese Technik kommt auch bei der Klebebindung von Broschüren und Büchern zum Einsatz um lose Blätter miteinander zu verbinden.

HKS-Farben sind spezielle Sonderfarben welche in der Druckindustrie zum Einsatz kommen. Je nach gewählten Bedruckstoff gibt es verschiedene HKSFarbreihen, beispielsweise HKS K für Kunstdruckpapier (gestrichen) oder HKSN für Naturpapier (ungestrichen). Denn die Wirkung von Farbe verändert sich je nach gewähltem Bedruckstoff und Papier. Die unterschiedlichen Farbreihen garantieren eine möglichst homogene Farbdarstellung eines bestimmten HKSFarbwerts auch auf unterschiedlichen Bedruckstoffen. Viele Unternehmen setzen für ein homogenes Design im CI auf Sonderfarben. Aufgrund des hohen Druckaufkommens im modernen 4-Farbdruck, sowie der damit einhergehenden günstigen Druckpreise ist es aber meist günstiger bunt (CMYK) zu drucken als mit Sonderfarben.

Das Hochdruckverfahren, auch als Buchdruck bekannt, ist das älteste Druckverfahren. Als Pionier im Buchdruck gilt Johannes Gutenberg, der erste Druckformen mit beweglichen Lettern erfand und die Massenproduktion für Bücherdrucke maßgeblich beeinflusste. Bei diesem Druckverfahren werden die zu bedruckenden Formen auf der Druckform eingefärbt und dann wie bei einem Stempel auf den Bedruckstoff gedruckt. Heute wurde der Hochdruck vom Offset- und Digitaldruck verdrängt und kommt eigentlich nur noch in der Druckveredelung für Eindrucke zum Einsatz, oder in der Prägetechnik.

Als Hochformat wird ein Papierbogen bezeichnet, bei der Text und Layout parallel zur kurzen Seite verlaufen. Bei der Formatangabe wird stets die Breite Seite zuerst angegeben, anschließend die Höhe. DIN-A4 Hochformat würde demnach mit den Maßen 210 × 297 mm beschrieben.

Holzstempel sind die am meisten bestellten Stempeltypen und werden in der Regel aus Buchenholz gefertigt. Da die Fertigung eines Holzstempels denkbar einfach von statten geht, sind auch unterschiedlichste Formate und Größen schnell lieferbar und auch kostengünstig realisierbar. Wie beim Hochdruckverfahren entsteht das Druckbild durch Drücken der mit Farbe benetzten Stempelplatte auf den Bedruckstoff, Farbverläufe und Rasterung sind nicht möglich, da ein Stempel nur mit einer Farbe ein Motiv druckt.

HSB ist ein Farbmodell welches eine Farbe mittels 3 Koordinaten beschreibt. Diese 3 Koordinaten sind Farbton, Sättigung und Helligkeit ausgerichtet auf das menschliche Sehvermögen und die Farbwahrnehmung.

s. HSB

Unter einem Hurenkind versteht man in der Druckindustrie nicht etwa eine menschliche Person, sondern einen Typografischen Fehler im Satzspiegel. Ein Hurenkind ist ein handwerklicher Fehler, wenn die letzte Zeile eines Absatzes auf eine neue Seite umgebrochen wird und damit den Text aus dem Zusammenhang reißt.

I

Das International Color Consortium (kurz: ICC) ist ein Internationales Komitee unter der Leitung der FOGRA, welche die Standardisierung in der Druckindustrie vorantreibt. Durch bestimmte Normen und Vorgaben soll eine Vereinheitlichung von Farbmanagementsystemen erreicht werden. Dies wird durch bestimmte ICC-Farbprofile erreicht, welche in Software und Betriebssysteme integrierbar sind. Grafiker und Druckereien setzen bewusst diese einheitlichen Farbprofile ein, damit bei der Erstellung von Layout und im späteren Druck keine Farbfehlinterpretationen auftreten. Die ICC-Profile können kostenlos auf den Seiten des Konsortiums heruntergeladen und installiert werden.

Um das Einstellen von Druckmaschinen zu verbessern hat die Firma Heidelberger Druckmaschinen, einer der führenden Hersteller von Bogenoffsetdruckmaschinen, die Image Control entwickelt, die eine farbspektrometrische Messung eines Druckbogens außerhalb der Druckmaschine ermöglicht. Das Druckbild wird gemessen und die Farbwerte mit Referenzwerten verglichen. Das Messergebnis wird dann automatisch an die Druckmaschine übermittelt mit Nachführ-Empfehlungen für ein besseres Druckergebnis. Die neueste Entwicklung geht sogar noch weiter, mit der Inpress Controll wird in den Druckwerken selbst eine Farbmessung mittels Photozellen durchgeführt, die Maschine stellt sich dann automatisch nach und misst ununterbrochen. So kann ein noch konstanteres Druckergebnis realisiert werden.

Die Imprimatur ist die verbindliche Druckfreigabe durch den Kunden an den Auftragnehmer.

Die Bezeichnung Incline kommt aus dem Englischen und bedeutet Neigung, bzw. Gefälle und definiert die Schreibrichtung von Buchstaben. In unseren Sprachraum wird beispielsweise von links nach rechts geschrieben, im Arabischen dagegen von rechts nach links, im Chinesischen wird ein Text gar von oben nach unten geschrieben und gelesen.

Inkjet ist das englische Wort für Tintenstrahl und beschreibt ein bestimmtes Druckverfahren bei dem Tinte auf den Bedruckstoff getropft / gesprüht wird. Das Tintenstrahldruckverfahren ist ein kontaktlos arbeitendes Druckverfahren, der Druckkopf berührt also nicht das Papier. Ein Schlitten mit einem Tintenkopf fährt dabei linienweise über den Bedruckstoff und überträgt pixelweise die digitalen Druckdaten mittel elektronisch moduliertem Tintenstrahl. Das Verfahren wird nicht für kleine Inkjet-Drucker für den Hausgebrauch verwendet, sondern auch im professionellen Großflächendigitaldruck. Hier werden mit großen Plottern auch Banner und Textilstoffbahnen bedruckt. Der Vorteil daran ist, dass die Länge eines Bedruckstoffs theoretisch nur durch die Länge des Bedruckstoffes begrenzt ist.

Ein Inlay ist eine Einlage, die nach dem Druck in ein fertiges Buch oder Broschüre eingelegt wird. Man kennt diesen Begriff auch von CD- oder DVC-Hüllen.

ISBN ist die Abkürzung für International Standard Book Number und findet sich meist auf dem Buchrücken zur Eindeutigen Identifikation eines Druckwerks. Seit Anfang 2007 besteht die ISBN-Nummer aus insgesamt 13 Ziffern, welche folgende Informationen enthalten: die Sprachgruppe, Verlagsnummer, interne Titelnummer des Verlags sowie eine Prüfziffer. Die ISBN-Nummer ist vornehmlich für den Buchhandel wichtig, da im Verkauf und Handel die Identifizierbarkeit einer Publikation stets gewährleistet sein muss.

Die International Standards Organization, kurz ISO ist eine Normungsorganisation, die Standards in verschiedenen Bereichen der Industrie und Wirtschaft definiert, um eine Angleichung in Produktion Waren, Dienstleistungen und Gütern zu erreichen. Die Vereinheitlichung soll einen Reibungsloseren Ablauf zwischen allen Marktteilnehmern herbeiführen und die Herstellung, den Handel, bzw. Warenfluss vereinfachen.

J

Die Joint Photographic Experts Group, kurz JPEG ist ein internationales Konsortium welches einen gemeinsamen Standard zur Speicherung digitaler Bilddaten entwickelt hat. Dateien mit der Endung .jpg werden mittels eine speziellen Komprimierungs-Algorithmus berechnet und gespeichert. Durch die das Speichern eines Bildes im JPG-Format werden die Bilddaten abhängig von der gewählten Kompressionsrate verlustbehaftet komprimiert. Das Verfahren wurde entwickelt um teuren Speicherplatz sparen zu können. Je nach gewählter Kompressionstiefe werden irrelevante Bildinhalte entfernt, bzw. einzelne Pixel-Blöcke in Gruppen zusammengefasst. Bei zu starker Kompression kann es daher zu so genannten Artefakten kommen, vor allem Farbverläufe und feine Bilder können so schnell pixelig oder unscharf erscheinen.

K

Ein Kalander ist eine Weiterverarbeitungsmaschine in der Papierindustrie welche zur Glättung von Papier eingesetzt wird. Durch verschiedene beheizte Walzen, den hohen Druck, Reibung und Wärme wird die Oberfläche des Papiers geglättet oder satiniert. Beispielsweise wird das Bilderdruckpapier durch Kalandrierung gefertigt. Auch beim Prägen kommt ein Kalander mit einer Prägewalze zu Einsatz.

Unter der Kalibrierung versteht man das Einstellen bzw. Eichen von Geräten hinsichtlich bestimmter Standardwerte. So wird zum Beispiel mittels eines Farbspektrometers die Farbwiedergabe eines Monitors eingestellt und kann als Profil gespeichert.

Kaltleim wird anders als Heiß-Leim im kalten Zustand verarbeitet und besteht zum Beispiel aus Harz, welcher in Wasser gelöst ist. Durch Dispersion entzieht sich das Wasser und der Leim entfaltet seine volle Haftkraft. Das Verfahren erreicht allerdings nicht dieselbe Haftkraft wie eine heiße Verleimung.

Kapitälchen werden in der Typografie Großbuchstaben genannt (Versalien) deren Höhe der Normalhöhe von Kleinbuchstaben entspricht. Beim Satz werden Kapitälchen anstelle von Kleinbuchstaben gesetzt um einen Buchstaben, ein Wort oder einen Satz hervorzuheben.

In der Druckveredelung versteht man unter dem Kaschieren das Überziehen oder Verkleben verschiedenster Materialien. Beispielsweise bei der Folienkaschierung (Cellophanierung) wird ein Bedruckstoff bzw. Papier oder Karton mit Folie überzogen um die Oberfläche zu versiegeln und zu veredeln. Diesen Vorgang nennt man auch Laminieren. Durch das Kaschieren können auch unebene Flächen oder Mängel verdeckt werden.

Key steht für K im CMYK Farbmodell und definiert die Farbe Schwarz im Druck. Da die 100%ige Mischung der anderen Farben CMY (Cyan, Magenta, Yellow) kein richtiges schwarzes Druckergebnis ermöglicht, dient die 4te Farbe Key zur Kontrasterhöhung im Bilderdruck. Um das Druckraster bei Texten und Linien zu vermeiden, sollten diese außerdem in reinem schwarz, 100% K, angelegt werden um Rasterverschiebungen gerade bei filigranen Texten zu vermeiden. Auch hierfür wird dieser separate reine Farbkanal benötigt.

Eine Klebebindung ermöglicht das Binden von Büchern, Broschüren und Katalogen. Nach dem Zusammentragen der einzelnen, losen Blätter werden diese entweder aufgefächert (Fächerklebebindung) oder als gefalzte Lagen zu einem Buchblock zusammengepresst und der Rücken aufgefräst (Blockklebebindung), anschließend wird jeweils der Klebstoff aufgetragen und der Buchblock in den Buchrücken bzw. Umschlag geklebt. Im Gegensatz zur Fadenheftung stellen Klebebindungen sehr kostengünstige und dennoch Haltbare Bindetechniken dar. Gängige Klebebindungen sind beispielsweise die HotMelt- oder PUR-Bindung.

Als Komplementärfarbe bezeichnet man die Farbe die in einem Farbkreis einer anderen Farbe genau gegenüberliegt. Beispielsweise Magenta und Grün. Durch Einsatz von Komplementärfarben miteinander entsteht eine Überreizung des Auges, wodurch solche Farbkombinationen als unangenehm empfunden werden.

Der Kontrast eines Bildes ist der Unterschied zwischen der hellsten und der dunkelsten Stelle. Als Farbkontrast bezeichnet man den Unterschied der Sättigung von Farben.

Gerade im Zeitungsdruck oder bei Faltblättern ist die Kreuzbruch-Falzung eine beliebte Faltart für Drucksachen. Einen Kreuzbruch erreicht man durch eine horizontale + vertikale Falzung, so dass beim aufgeklappten Papierbogen in der Mitte des Blattes ein Kreuz zu sehen ist. Durch den Kreuzbruch kann man große Seiten auf ein handliches Format bringen.

Als Kunstdruckpapier bezeichnet man beispielsweise Bilderdruckpapier, welches durch den glatten Oberflächenstrich bestens zur Bedruckung mit einem feinen Raster geeignet ist und ein brillantes Druckbild ermöglicht. In der Herstellung wird das Papier deshalb mit einem gleichmäßigen Strichauftrag versehen, die Oberfläche also geglättet. Für glänzendes Bilderdruckpapier wird die Oberfläche zusätzlich satiniert (geglättet). Bei Kunstdruckpapier ist die Oberflächenbeschaffenheit zwar für den Druck von Werbemitteln wie Flyer und Poser bestens geeignet, aber nur bedingt anschließend wiederbeschreibbar und daher nicht für Briefpapier geeignet.

L

Bei der Veredelung von Druckprodukten mittels Lackierung wird entweder während des Druckvorgangs nach der Farbe aufgetragen oder in einer speziellen Lackiermaschine als extra Arbeitsgang. Durch den Auftrag von Lack (meist ein farbloser, pulverförmiger Beschichtungsstoff) wird die Oberfläche versiegelt und erhält eine matte oder glänzende versiegelte Oberfläche. Neben der vollflächigen Lackierung gibt es auch die partielle Lackierung, die nur auf bestimmte Bereiche des Druckwerks aufgetragen wird um spezielle Bildeffekte zu erreichen. Besonders edel wirkt hierbei der Relieflack, auch 3D- oder Wassertropfenlack genannt, der ähnlich einem Wassertropfen auf der Oberfläche liegt und so dem Bild-/Druckmotiv Tiefe und Erhabenheit verleiht.

Unter der so genannten Laufrichtung versteht man die Faserrichtung eines Papiers, auch als Maschinenrichtung bezeichnet. Die Anordnung der Zellstofffasern im Papier entsteht während der Papierherstellung, in dem sich die schwimmenden Fasern parallel zur Produktionsrichtung ausrichten. Papierbögen in Faserrichtung lassen sich leichter biegen als gegen die Faser, was gerade für die Weiterverarbeitung wichtig ist. Beim Falzen kann es bei senkrecht stehender Faserrichtung (90° Winkel) zum Aufbrechen an der Falzkante kommen. Da bei der günstigen Produktion auf Sammelformen (mehrere Aufträge auf einer Druckform) aus ökonomischer Sicht nicht immer auf den Stand der Faserrichtung bei der Platzierung von Aufträgen geachtet werden kann, kann es unter Umständen z.B. bei günstigen Falzflyer-Produkten zu einem Aufbrechen an der Falzlinie kommen. Bei sehr hochwertigen Drucksachen, wie Klappkarten wird daher vor dem Falzen die Falzlinie gerillt.

Als Leporello bezeichnet ein Druckprodukt mit Zickzack-Falz, beispielsweise ein Zickzackfalzflyer oder eine Speisekarte mit Zickzack-Falzung. Theoretisch kann ein Leporello unterschiedliche viele Brüche enthalten und auch die Größe ist nicht fest definiert.

LFP ist die Abkürzung für Large Format Printing und bezeichnet das bedrucken von Formaten über das DIN-A0 Format hinaus. Im Großflächendigitaldruck werden beispielsweise Werbebanner, Planen, Bauplanen aus PVC und Schilder oder Messesysteme mit Textilfaltsystemen hergestellt und meist in Einzelauflage bedruckt. Sogenannte Plotter realisieren hier Druckbreiten bis zu 500 cm.

Unter der Lichtechtheit von Farben versteht man in der Druckindustrie die Unempfindlichkeit von Farben gegenüber Sonnenlichteinstrahlung. Als Referenz dient hier die so genannte Wollskala (Bestandteil der DIN Norm 54002/4), unterteilt in acht Stufen. Ist ein Druckprodukt beispielsweise mit der Stufe Drei klassifiziert, bedeutet dies dass es mäßig lichtecht und somit im Sommer ca. 4-8 Tage, im Winter 2-4 Wochen direkt dem Tageslicht ausgesetzt werden kann, ohne dass ein Ausbleichen der Farbe auftritt. Gerade bei Outdoor-Aufkleber im Offsetdruck kann ein Ausbleichen der Farben bei starker Sonneneinstrahlung schon nach wenigen Wochen eintreten. Für Drucksachen die sehr lange Zeit der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, vor allem im Außeneinsatz, sind Drucksachen mit speziellen Farben zu empfehlen, die meist in Kleinauflage im Siebdruck hergestellt werden. Aufgrund der lichtechten Beschaffenheit der Stufe 8 auf der Wollskala sind diese Drucksachen weitaus teurer als herkömmliche vergleichbare Drucksachen mit geringerer Lichtechtheit.

Als Lichter werden die hellsten Töne eines Bildes bezeichnet.

Die Luminanz definiert die Helligkeitsempfindung des menschlichen Auges in Bezug auf die Leuchtfähigkeit einer Farbe.

M

Als Magazine werden in der Regel sehr umfangreiche Broschüren mit Klammerheftung bezeichnet, die auf dünnerem Papier gedruckt werden als Broschüren. Beide Produkte lassen sich auf Wunsch mit einem dickeren, veredelten Umschlag (z.B. mit Cellophanierung oder UV-Lack) versehen für eine hochwertige Optik und Haptik.

Für den Umschlag der gedruckten Broschüren stehen zudem auch Effektpapiere wie Chromolux Perlmutt oder Silver-Star mit Silberglanz-Effekt zur Auswahl.

Alternativ zur Rückendrahtheftung bieten Druckereien auch eine Ringösenheftung für Broschüren und Magazine an. Dadurch können die Kataloge ideal in ein Hängeregister zur Ablage eingehängt werden. Gerade für den Druck von Produktbroschüren für Händler von Vorteil.

Im Digitaldruck lassen sich magnetische Folien teils vollflächig bunt bedrucken und kommen beispielsweise als Autoschilder, befestigt auf Türen oder mobile Beschilderung für Lieferwagen und LKS zum Einsatz. Durch den Einsatz von beispielsweise lichtechten und wetterfesten Latexfarben können auch magnetische Schilder für den Außeneinsatz kostengünstig realisiert werden.

Unter einem Mailing versteht man in der Regel eine individualisierte Postsendung oder eine Werbesendung die speziell mit einem personalisierten Anschreiben oder einer Adress-Personalisierung versehen ist. Anders als im Offsetdruck wo durch einen Druckbogen lediglich identische Kopien gedruckt werden, muss für ein Mailing jedes Exemplar unterschiedlich bedruckt werden, oder die zusätzlichen Daten nachträglich auf eine bestimmte Fläche eingedruckt werden. Spezielle Mailingdienstleister haben sich auf personalisierte Postwurfsendungen spezialisiert und ermöglichen dadurch kostengünstig bestimmte Zielgruppen oder Kunden mit Werbemitteln anzuschreiben.

Als Makulatur werden fehlerhafte Drucke oder Ausschuss wie Überkapazität, Andrucke (Vorlaufpapier) oder im weiteren Sinn auch Papierabfälle bezeichnet, die während des Druckprozesses anfallen. Viele Druckereien verwenden die Makulatur für interne Zwecke, zum Beispiel für Notizblöcke oder internem Schriftverkehr, je nach Verwendbarkeit der Makulatur.

Als Marginalie bezeichnet man eine kleine Randbemerkung, die neben dem eigentlichen Satzspiegel angebracht wird. Oft enthalten Marginalien bestimmte Kommentare und Hinweise (z.B. Quellenangaben). Ebenso ist es möglich Grafiken und Bilder als Marginalie einzusetzen um bestimmte Zusammenhänge zu verdeutlichen oder zu illustrieren.

Unter dem Mehlen versteht man in der Druckindustrie, wenn sich die Farbe auf dem Papier oder einem anderen Druckstoff nicht binden lässt, sondern verschwimmt. Diesen Prozess nennt man Mehlen.

Der Moiré-Effekt tritt durch die Überlagerung verschiedener Raster auf, wenn die Winkel zu klein werden. Es entsteht hier ein regelmäßiges Muster, welches ungünstiger Rasterwinkelung als störend empfunden werden kann. Beim 4-Farb-Offsetdruck kann ein Moiré entstehen, wenn die Raster der einzelnen Druckfarben sich ungünstig überlagern. Auch beim Scannen von Bildern mit sich wiederholenden Mustern, z.B. beim Scannen von gerasterten Drucksachen (Broschürenseite, etc.) kann ein störender Moiré-Effekt auftreten. In diesem Falle empfiehlt es sich die Scanner Auflösung zu verändern oder einen Unschärfe-Filter über das gescannte Motiv zu legen.

N

Ein Nadeldrucker ist ein so genannter Anschlagdrucker. Einzelne kleine Nadeln (in der Regel 24 Stück) werden zeilenweise mechanisch durch ein Farbband auf den Bedruckstoff gedrückt um ein Druckbild zu erzeugen. Das Druckraster ist dadurch sehr grob und nicht für filigrane Linien und Muster geeignet. Man kennt diese Drucker noch aus der frühen Computerentwicklung, heute werden diese Drucker fast ausschließlich im Formulardruck für Durchschläge (SD-Sätze, Selbstdurchschreibesätze) genutzt, da die Mechanik wie bei einer Schreibmaschine das Motiv durchdrückt. Auch sind diese Drucker relativ robust und werden für mobilen Lieferscheindruck im Speditionsbereich als auch für Endlosformulardruck im Büro gerne eingesetzt. Auch in Arztpraxen für den Rezepte-Druck oder eine Bescheinigung werden die Nadeldrucker für den Formulardruck eingesetzt.

Unter Nuten versteht man die Rillung, also das Eindrücken von Drucksachen. Diese Linienförmigen Vertiefungen sollen beim späteren Falzen verhindern, dass die Kanten brechen. Das Nuten wird hauptsächlich beim Umschlagsdruck und bei dickeren Bedruckstoffen wie festem Karton oder Papier eingesetzt, da hier beim Umbiegen an der Falzkante schneller das Papier und der Druck aufbrechen können.

Als Nutzen bezeichnet man in der Druckindustrie den Platz den ein Motiv auf einem Druckbogen einnimmt. In der Sammelformproduktion werden mehrere Aufträge bzw. Nutzen auf dem Druckbogen platzsparend platziert um möglichst viele Aufträge bei einem Druckvorgang umzusetzen. Vornehmlich werden ähnliche Nutzen wie bei Visitenkarten oder bestimmten Flyern auf der Form gemeinsam produziert um die Preisberechnung des Einzelauftrages genauer ausführen zu können. Die einzelnen Nutzen werden nach dem Druck dann in der Weiterverarbeitung entsprechend zugeschnitten. So könnte man den Nutzen als nutzbare Fläche auf einem Papierbogen definieren, und je besser der vorhanden Platz auf einem Papierbogen mit Nutzen bestückt ist, desto effizienter ist die Produktion.

O

Mit dem Offsetdruckverfahren lassen sich auch Aufkleber in großen Mengen kostengünstig produzieren. Hier wird grundsätzlich zwischen Indoor- und Outdooraufklebern unterschieden. Aufkleber für den Innenbereich werden auf Haftpapier gedruckt, Outdoor-Aufkleber auf PE-Folie. Im Gegensatz zu Aufklebern welche Im Siebdruck hergestellt werden, sind Offset-Aufkleber weniger lange haltbar. Durch Sonneneinstrahlung, Waschstraßen, Witterung verblassen die Farben je nach Strapazierung schon nach wenigen Wochen. Offsetaufkleber sind daher eher für temporäre Werbezwecke gedacht, nicht etwa zur Beschilderung von Wanderwegen. Für lange Haltbarkeit, Lichtbeständigkeit empfehlen sich Siebdruckaufkleber, die natürlich um ein vielfaches teurer sind als Offsetaufkleber. Im Prinzip kommt es bei der Wahl des Druckverfahrens auf den Verwendungszweck an.

Das Offsetdruckverfahren ist ein Flachdruck, bei dem belichtete Druckplatten auf einen Zylinder gespannt werden und das Druckbild im Rotationsprinzip auf einen Papierbogen (oder Rollenpapier) druckt. Die Druckplatten kommen aber nicht direkt mit dem Papier oder Bedruckstoff in Berührung, sondern übertragen zunächst das Druckbild auf das so genannte Gummituch, welches ebenfalls über einen Zylinder gespannt wird. Durch die flexible Oberfläche des Gummituchs, ermöglicht es auch auf unebenen Bedruckstoffen mit grober Struktur (z.B. Offsetpapier) das Druckbild sauber zu übertragen. Beim Vierfarbdruck (CMYK) wird pro Farbe eine Druckplatte benötigt und pro Druckplatte je ein Druckwerk. Um beide Seiten eines Papierbogens gleichzeitig 4-farbig zu bedrucken benötigt man also 8 Druckwerke, daher kommt der Begriff der Acht-Farben Druckmaschine. Auch wäre es möglich den Bogen in 2 Arbeitsgängen in einer 4-Farben Druckmaschine zu bedrucken. Die einzelnen Farben werden dann im so genannten Rasterdruck nacheinander auf den Bogen gedruckt, durch verschiedene Rasterwinkel überlagern sich die Farben und ergeben ein homogenes Druckbild.

Als Offsetpapier bezeichnet man sowohl holzfreie als auch holzhaltige Naturpapier und Recyclingpapier. Dadurch das Offsetpapier ungestrichen (uncoated) verarbeitet wird, ist die Oberfläche auch nach dem Bedrucken im Offsetdruck noch aufnahmefähig für Farbe und beschreibbar. So ist bedrucktes Offsetpapier ideal für die Herstellung von Briefpapier und kann beispielsweise nachträglich mit einem Inkjet- oder Laserdrucker bedruckt werden. Hochwertige Offsetpapier sind außerdem lasergarantiert und behalten daher stets die Form, sind trocken, staubarm und sauber geschnitten. Offsetpapier weist außerdem oft eine hohe Opazität (geringes Durchscheinen) auf. 

Generell wirken Farben auf Offsetpapier nicht ganz so plastisch und intensiv wie auf gestrichenem Papier (Bilderdruckpapier). Aufgrund der ungestrichenen Oberflächenbeschaffenheit kann es daher bei größeren Farbflächen zu einem leicht unruhigen Farbauftrag kommen. 

TIPP: Legen Sie bestmöglich die Druckdaten minimal heller an (für eine ähnliche Wirkung wie bei Bilderdruckpapier).

Für Textildrucksachen, bzw. Textilstoffe ist das anerkannteste Prüfsiegel weltweit der Öko-Tex Standard 100. Textilien welche das Prüfsiegel tragen werden unter strengen Kriterien von unabhängigen Instituten der Zertifizierungsgemeinschaft geprüft. Ausschlaggebendes Kriterium für die Prüfung ist die Schadstoffbelastung. Nur Produkte die in jeglicher Art als gesundheitlich einwandfrei gelten, werden mit dem Siegel ausgezeichnet. Auch wird nicht nur das fertige Produkt zur Prüfung herangezogen, sondern die gesamte Produktionskette von der Rohware bis zum fertigen Textil muss die geforderten Kriterien erfüllen.

Als Opazität bezeichnet man die so genannte Lichtundurchlässigkeit eines Materials. Je höher die Opazität, desto undurchsichtiger ist ein Stoff. Gerade beim beidseitigen Druck, z.B. von Flyern ist diese Eigenschaft bei Papier wichtig, da sonst das Motiv der Vorderseite auf die Rückseite durchscheint. Vor allem sehr dünne Papiere unter 100 g/m² weisen meist eine Opazität auf. Dennoch sind die dünnen Papiere wie zum Beispiel das 90 g/m² Bilderdruckpapier auch für den Flyerdruck sehr beliebt, da dieses sehr günstige Druckkosten ermöglichen.

Bei einem Overnight-Auftrag wird garantiert, dass die Lieferung einer Ware bereits am nächsten Tag erfolgt. Da beim Druck individueller Werbemittel vor der Lieferung erst die Produktion und Weiterverarbeitung erfolgen muss, sind diese Aufträge meist teurer als mit herkömmlicher Lieferzeit. Auch müssen die verwendbaren Druckdaten bis zu einem bestimmten Zeitpunkt übermittelt und auch verwendbar sein, damit der Auftrag rechtzeitig in Produktion gehen kann. Diese Aufträge mit nur einem Werktag Produktion und Versand sind daher nur für Massenprodukte wie Flyer, Visitenkarten, Plots, Planen aber auch vielen anderen Geschäfts- und Werbedrucksachen zu einem günstigen Preis ausführbar. Man stelle sich vor, man bekommt die eilig benötigten 15.000 Stück DIN-A6 Flyer bereits nach 1 Tag der Auftragserteilung fix und fertig geliefert – so ist das ein Meisterwerk moderner Produktion und Logistik. Bis vor einigen Jahren war dies fast undenkbar.

P

Unter dem Paginieren versteht man das Nummerieren eines Buches oder einer Broschüre. Die fortlaufende Nummerierung wird meist an Kopf oder Fußzeile angebracht und befindet sich auf nahezu allen Seiten des Innenteils, außer auf den Seiten des Inhaltsverzeichnisses oder Leerseiten (Vakantseiten).

Einen Motivdruck der über eine Doppelseite erfolgt nennt man Panoramaseite. Gerade für großformatige Werbeanzeigen in einer Broschüre wird die Panoramaseite gerne als Werbefläche genutzt.

Im Jahre 1963 entwickelte die Firma Pantone (USA) das Pantone Farbsystem. Jede Farbe hat eine eindeutige Nummer mit der die Farbe eindeutig identifizierbar ist. Pantone-Farben sind Sonderfarben die somit stets exakt angemischt werden können um ein einheitliches Druckergebnis zu erreichen. Für die Auswahl der Farbtöne gibt es Farbfächer und Referenzbücher. Früher gehörte es für viele Firmen zum guten Ton für das eigene CI passende Sonderfarben zu wählen, um die Wiedererkennbarkeit der Marke zu versbessern. Ein bekannter Vertreter ist Siemens mit der Sonderfarbe „Petrol“. 

Grundsätzlich können aber auch Sonderfarben beim Druck stets etwas abweichen, z.B. wirkt ein und dieselbe Pantone Farbe auf einem ungestrichenen Offsetpapier anders als auf einem gestrichenen Bilderdruckpapier, auch Effektpapier verändern teils stark die Farbwirkung. Da heute der 4-Farbdruck um ein vielfaches günstiger geworden ist, als der Sonderfarbdruck und große Druckereien fast ausschließlich nach PSOproduzieren, lassen viele Firmen aus Kostengründen die Sonderfarben aus 4 Farbbestandteilen drucken (Mischfarben).

Das Papiergewicht, auch als Grammatur bezeichnet, definiert das Gewicht pro Fläche in Gramm pro Quadratmeter. Da ein DIN-A0 Bogen fast exakt die Fläche von einem Quadratmeter einnimmt, dient er als Referenz für die Berechnung kleinerer DIN-Formate. So kann das Gewicht einer bestimmten Menge von Flyern oder Postern schnell und einfach errechnet werden, für die Bestimmung von Versandkosten oder den Kosten für die Verteilung als Postwurfsendung. Gängige Papiergewichte für Werbedrucksachen liegen in der Regel zwischen 80 g/m² (Flyer) und 450 g/m² (Visitenkarten), wobei schwerere Papier über 170 g/m² gerne auch als Karton bezeichnet werden.

Ab einem Flächengewicht von etwa 600 g/m² spricht man bei einem zellstoff-haltigem Karton von Pappe. Auch ist Pappe wesentlich steifer und fester als ein Karton und somit ideal geeignet für die Verpackung von Waren (z.B. Drucksachen). Auch Pappe ist teilweise bedruckbar zum Beispiel für Displays und Aufsteller oder großformatige Deko-Objekte.

Pappfiguren sind konturgeschnittene Aufsteller mit rückseitiger Stütze, welche gerne zur Dekoration am POS, einer Messe oder Ausstellung verwendet werden. Häufig werden Personen oder Produkte auf den Papp-Karton aufgedruckt und dann ringsum die Kontur ausgeschnitten. Diese Figurenaufsteller können dank hochwertigem Druck täuschend echt wirken und aus der Entfernung fast nicht vom Original unterschieden werden.

Der Parallel-Falz ist eine bekannte Falztechnik, bei der alle Falzungen stets parallel verlaufen (im Gegensatz zum Kreuzbruchfalz). Bekannte Vertreter sind zum Beispiel Flyer mit Wickelfalz oder Leporellos mit Zickzackfalz.

Im 4-Farbdruck kommt es zum Übereinanderdrucken verschiedener Farben in unterschiedlichen Rasterwinkeln. Als Passer bezeichnet man den exakten Übereinanderdruck der einzelnen Farben. Als Passerungenauigkeit bezeichnet man dagegen, wenn die Farben außerhalb der Passung gedruckt werden und zu es so zu minimalen Farbverschiebungen oder gar zu großen Lücken zwischen den Farben kommt. Diesen Effekt bezeichnet man dann als Blitzer. Auf einem Druckbogen werden so genannte Passkreuze an den Ecken platziert um den Papierbogen exakt auszurichten. Da im Offsetdruck beispielsweise alle Druckfarben nacheinander in verschiedenen Druckwerken auf den Papierbogen gedruckt werden, ist die exakte Ausrichtung der Maschine essentiell für ein optimales Druckergebnis.

Das Portable Document Format, kurz PDF ist ein unabhängiges Datenformat welches zum Austausch und zur Verarbeitung von Dokumenten mit unterschiedlichem Inhalt (Text, Bild, etc.) auf elektronischen Weg dient. Da Texte und Grafiken in Vektorform gespeichert werden können, ist die Dateigröße teils sehr gering. Auch lassen sich zudem Pixelgrafiken in Kombination mit Vektordaten speichern, was das Dateiformat für Layoutdateien interessant macht. Das Dateiformt ermöglicht es außerdem plattformunabhängig Informationen zu speichern und zu verarbeiten. Speziell für den Austausch digitaler Druckvorlagen wurde der PDF/X Standard entwickelt, wobei PDF/X-1a für Daten mit CMYK + Sonderfarbe sinnvoll ist und PDF/X-3 um zusätzliche Farbräume wie RGB eingesetzt werden sollte. Um eine verwendbare Druckdatei zu erstellen, sollte der PDF-Standard nach den Vorgaben der Druckerei gewählt werden und die Daten möglichst exakt nach den Datenanforderungen konzipiert werden.

Eine Perforation ist eine Stanzung, bzw. Lochung im Papier, die ein Abtrennen ermöglicht. Verwendung finden die Perforation im Druck von Eintrittskarten, Coupon-Bögen oder Gutscheinen die vom Kunden abgetrennt werden können ohne das Papier zu zerreißen. Die Perforierung ist auch fester Bestandteil beim Endlosformulardruck. Teilweise ist auch bei bestimmten günstigen Druckprodukten die Perforationslinie frei wählbar, so dass das Layout frei gestaltet werden kann.

Ein Pixel ist die Bezeichnung für die kleinste Einheit eines digitalen Bildes, also ein einzelner Bildpunkt. Ein Pixel ist quasi ein Farbpunkt. Da bei einem pixelbasierten Bild die Anzahl der Pixel und dessen mögliche darstellbare Farben (Farbtiefe) die Größe der Bilddatei definiert, steigt die benötigte Datenmenge mit der Auflösung und Farbtiefe eines Bildes. PPI, Pixel pro inch definiert die Anzahl der Bildpunkte pro Flächeneinheit. Pixelbasierte Bilder benötigen einen hohen Speicherbedarf, im Gegensatz zu vektorbasierten Grafiken, bei denen Formen als Kurven und Linien mittels mathematischer Beschreibung gespeichert werden. Grundsätzlich gilt bei Pixelbildern: Je höher die Anzahl der Pixel pro Fläche, desto höher ist die Auflösung, desto schärfer und genauer ist die Abbildung. Für qualitativen Druck werden mindestens 300 dpi benötigt, für die Monitordarstellung reichen dagegen schon 72 dpi.

Als Planobogen bezeichnet man den ungefalzten Druckbogen vor der Weiterverarbeitung. Viele Falzprodukte wie Klappkarten oder Klappvisitenkarten werden nach dem Druck plano liegend verpackt, da die offene Lage erheblichen Platz einspart und damit die Versandkosten minimiert.

Ein so genannter Plotter ist ein großformatiges, technisches Ausgabegerät kann verschiedene Eigenschaften aufweisen und ist daher jeweils für verschiedene Einsatzzwecke geeignet. Es gibt z.B. Schneide-Plotter die mit einem Messer bestückt bestimmte Konturen aus einem Bedruckstoff zuschneiden. Die bessere Variante ist hier der Laserplotter, der statt einem Messer mittels gebündeltem Licht arbeitet, dadurch sehr schnell und präzise filigrane Zuschnitte erlaubt. 

Die Trägerfolie des Bedruckstoffs wird grundsätzlich beim Zuschnitt nicht beschädigt, daher ist diese Technik z.B. für Folienschriften, Folienzuschnitt für die Beschriftung oder auch den Konturschnitt von Materialien bestens geeignet. Auch im Material Zuschnitt von Polstereien oder der Textilindustrie werden Schneide-Plotter eingesetzt. Im Großflächendigitaldruck kommen dagegen Tintenstrahl-Plotter zum Einsatz, die statt einem Messer oder Laserkopf einen Druckkopf bewegen und mittels eines Schlittens über die Breite des Bedruckstoffs fahren. Ähnlich den bekannten Haushaltsdruckern wird die Farbe mittels Inkjet-Technik auf den Bedruckstoff gesprüht und in Bahnen aufgetragen. So sind große Druckbreiten z.B. für den Planendruck oder Schilder möglich.

Beim Prägen eines Bedruckstoffs kommt eine Prägeform zum Einsatz die beim Pressen auf das Material eine vertiefte oder erhabene Struktur hinterlässt. Das Prägen erlaubt außerdem diese Muster oder Motive in Farbe auf verschiedenste Materialien aufzubringen. Für besonders edle Drucksachen (z.B. Einbände) lässt sich auch Gold- oder Silberfolie einprägen. Es ist aber auch möglich die Prägung ganz ohne Farbe oder Folie aufzubringen, man spricht dann von einer Blindprägung.

Preflight kommt aus dem Englischen und heißt wörtlich „Vorflugkontrolle“. Im Druckvorgang steht der Preflight für das Emulieren des Druckvorgangs mittels Software. Man unterzieht hierbei die Druckdaten einem Test um mögliche Fehler bei der Erstellung einer PDF-Datei feststellen zu können und diese dann gegebenenfalls vor dem Druck zu beheben. Der Adobe Acrobat Professional bietet zum Beispiel eine integrierte Pre-Flight Lösung, die es erlaubt geöffnete PDF Dateien hinsichtlich verschiedenster Kriterien zu prüfen. Prüfkriterien sind zum Beispiel Beschnitt, Farbprofil, Schrifteinbettung, Transparenzen, Auflösung der Bilddaten, etc.

Als Proof bezeichnet man den Andruck oder Korrekturabzug einer Drucksache, die dazu dient eine Vorschau auf das spätere Endprodukt zu erhalten um gegebenenfalls nötige Korrekturen an der Druckdatei, bzw. am Druck selbst zu veranlassen. Gerade für sehr teure und aufwändige Drucksachen (z.B. Katalogdruck) wird gerne ein Proof, bzw. Standplot angefertigt. Zwar kann ein Proof sehr genaue Ergebnisse liefern wie das spätere Ergebnis, allerdings auch nur dann wenn die gleichen Druckmaschinen, Farben, Papiere, Maschineneinstellung und die exakte Weiterverarbeitung zum Einsatz kommt. Da dieser Vorgang meist mit sehr hohen Kosten (Formen, Druckplatten, Maschinen und Personal) verbunden ist, bieten viele Druckereien einen Digital-Proof an, bei dem im Digitaldruck ein Einzelexemplar gedruckt wird, was wesentlich kostengünstiger ist. Dank Profilierung und Farbmanagement kann ihr ein offset-ähnliches Ergebnis erzielt werden. Für sehr günstige Drucksachen und einfache Produkte lohnt sich aufgrund des geringen Druckpreises ein Proof nicht.

Prozessfarben sind Druckfarben welche sich durch Rasterung von Grundfarben ergeben. Beim 4-Farbdruck mittels der Grundfarben CMYK lassen sich so bunte Bilder in nahezu jeder Farbzusammensetzung drucken. Ein bestimmter Farbton kann durch Mischung von Farbanteilen der Farben Cyan, Magenta, Yellow und Key (Schwarz) erzeugt werden. Das gegensätzliche Druckverfahren wäre mittels Sonderfarben (Schmuckfarben), z.B. Pantone oder HKS, hier sind die Volltonfarben bereits vor dem Druck fertig gemischt.

Beim Drucken mittels Rasterung kann es dazu kommen, dass gerade bei hohen Druckauflagen (hohe Stückzahlen) die Rasterpunkte während des Druckprozesses immer größer werden. Einzelne Farbpunkte wirken dann größer bzw. kräftiger. Der Zuwachs entsteht durch das Stetige aufeinanderpressen von Druckbogen auf Gummituch auf den Bedruckstoff, abhängig vom Druckverfahren (z.B. Offsetdruck), der verwendeten Farbe und dem Bedruckstoff. Generell lässt sich der Punktzuwachs bis zu einem gewissen Grad beim Druckvorgang berücksichtigen.

Q

Als Querformat bezeichnet man einen bedruckten Bogen, beim dem das Layout parallel zur langen Seite gedruckt wird. Das Format wird grundsätzlich in Breite mal Höhe definiert, also beim DIN-A4 Bogen im Querformat entspricht das Format 297 × 210 mm.

R

Im Allgemeinen versteht man im Grafikgewerbe unter einem Raster eine Matrix, die es ermöglicht Bildinhalte mittels einer gleichmäßigen Struktur von einzelnen Punkten wiederzugeben. Die einzelnen Elemente ermöglichen das Zerlegen eines Bildes in druckfähige Elemente. Durch die Matrizierung werden analoge Bildinhalte mittels Digitalisierung (Rasterung) in digitale Werte gewandelt und ermöglich so das Speichern, Bearbeiten und Reproduzieren von Bildinhalten. Beim Druck ermöglicht dagegen das Druckraster die Feinauflösung sowie das Übereinanderdrucken von verschiedenen Farben in bestimmten Rasterwinkeln. Im 4-Farbdruck ist die Rasterung essentiell für einen homogenen Bildeindruck.

Als Rasterpunkt bezeichnet man ein bestimmtes druckbares Bildelement. Rasterpunkte simulieren durch die Abstände zueinander und deren Größe verschiedene Graustufen. Durch diese Aneinanderreihung von Rasterpunkten entsteht der optische Bildeindruck. Rasterpunkte können auch aus mehreren Druckpunkten bestehen.

Rasterwinkel geben die Druckrichtung des Druckrasters auf einem Druckbogen an und werden immer zur Senkrechten gemessen. Im Mehrfarbdruck CMYKsind die Winkel in einer speziellen DIN-Norm festgelegt. Für CYAN sind es 75 Grad, Magenta mit 15 Grad, Yellow mit 0 Grad und Key sollte im 45 Grad Winkel gedruckt werden. Durch die Rasterwinkel wird ein homogener Bildeindruck erzeugt. Sollten die Winkel nicht exakt gedruckt werden, oder es zu Passer-Ungenauigkeiten kommen kann der Moiré Effekt auftreten.

RGB ist die Bezeichnung für das additive Farbmodell der Lichtfarben Rot, Grün und Blau. Dieses Farbmodell findet Anwendung bei selbstleuchtenden Ausgabegeräten wir Monitoren, Scannern und anderen Geräten mit einer eigenen Leuchtquelle. Die Mischung aller 3 Grundfarben ergibt weißes Licht, daher können die RGB-Farben nicht direkt gedruckt werden, hier würde die Mischung ein sehr dunkles Braun bis schwarz ergeben. Wenn RGB-Bilder gedruckt werden sollen, müssen diese Zwangsläufig in das subtraktive Farbmodell CMYK gewandelt werden (Grundfarben für den Druck), hierbei kann es zu Farbverschiebungen kommen, da manche Lichtfarben nicht druckbar sind und daher in ähnliche Farbtöne gewandelt werden müssen.

Ein Rollup System ist eine Art Rollo-Banner, das aufgerollt in einer stabilen Kassette (meist aus Aluminium) aufbewahrt wird, und bei Bedarf ausgerollt und auf einem rückseitigen Ständer befestigt wird. Durch die Kassette mit Standfüßen können Rollups frei im Raum stehend als Werbemittel platziert werden, beispielsweise als Werbesystem am POS (point of sale) oder auf einem Messestand. Durch die handliche Transportgröße im aufgerollten Zustand sind Rollups gerade für den mobilen Einsatz als Präsentationssystem geeignet. Rollup-Systeme gibt es in den unterschiedlichsten Größen, von üblichen 80 × 200 cm bis hin zum XXL-Rollup mit 200 × 300 cm. Individuellere-Varianten wie das Bambus-Rollup weisen zudem hochwertigen Umweltcharakter auf und stehen für Nachhaltigkeit auch bei der Auswahl der Werbemittel. Ideal also für Umweltorganisationen und die Holz- oder Möbelindustrie.

S

Als Sammelform bezeichnet man eine Druckform auf der viele verschiedene Nutzen unterschiedlicher Druckaufträge gemeinsam platziert werden. Durch die volle Ausnutzung der Druckformen verteilen sich quasi alle Grundkosten (Maschineneinrichtung, Personal, Druckform, etc.) auf alle Aufträge, so dass wesentlich günstigere Preise als bei einem Einzelnutzen pro Druck möglich sind. Die Sammelformproduktion wird heute bei nahezu allen günstigen Onlinedruckereien für die meisten üblichen Drucksachen angeboten.

Die Sättigung ist eine Farbeigenschaft. Neben der Farbsättigung kann das menschliche Auge noch zwischen Farbton und Helligkeit unterscheiden. Der Wert der Sättigung definiert, wie intensiv eine Farbe wirkt, also wie satt deren Wahrnehmung ist.

Das Scharfzeichnen ist eine Funktion bei der Bildbearbeitung wodurch Details und Konturen digital nachgeschärft werden. Gerade für Bilder mit leicht verschwommenen Inhalten oder Bilder mit Tiefenschärfe lässt sich durch den künstlichen Effekt die Bildqualität verbessern.

Eine Schmuckfarbe ist eine Sonderfarbe die einen ganz speziellen Farbton oder eine andere unverkennbare optische Eigenschaft aufweist. Viele Logos enthalten zur besseren Wiedererkennung spezielle Druckfarben, beispielsweise aus dem HKS- oder Pantone-Farbsystem, die dann im Druck als Schmuckfarbe angelegt werden.

Als Schöndruck bezeichnet man den Druckvorgang, bei dem die Vorderseite des Papierbogens bedruckt wird. Anschließend wird die Rückseite des Bogens im Widerdruck bedruckt. Je nach verwendeter Druckmaschine wird der Papierbogen nach dem Schöndruck in der Maschine durch Wendewerk gedreht oder der komplette Stapel wird erneut an die Papieranlage gefahren um den Widerdruck auszuführen.

Wenn im Schriftsatz eine Seite bereits nach der ersten Textzeile eines neuen Absatzes auf eine neue Seite umgebrochen wird, nennt man diesen Satzfehler Schusterjunge. Im Gegensatz zum Hurenkind, bei dem die letzte Textzeile eines Absatzes auf eine neue Seite umgebrochen wird, ist der Schusterjunge ein weniger schwerwiegender typographischer Fehler. Dennoch sollten bei Layout beide Fehler vermieden werden für eine homogene Textgestaltung.

Als Selbstdurchschreibesätze bezeichnet man zum Beispiel Formulare und Blöcke, bei denen durch das Schreiben auf die Oberseite, der Text automatisch auf die darunterliegenden Unterseiten durchgedrückt wird. Der Effekt des Blaupausens wurde bereits zur Blütezeit der Schreibmaschinen gerne für eine Abschrift genutzt. Heute können individuell bedruckbare Durchschreibesätze mit unterschiedlich vielen Unterseiten als Block geleimt oder einzeln günstig bestellt werden, z.B. für einen Quittungsblock, Lieferscheine oder einen Block für die Gastronomie, den sogenannten „Kellnerblock“. Auch im Formulardruck kommt das Durchschreibepapier zum Einsatz, verschiedene Farben der Unterseiten erlauben die Sortierung z.B. für Kunde, Buchhaltung oder die Ablage.

Der Siebdruck ist ein spezielles Druckverfahren bei dem die Druckform aus beschichteten Gittersieben aus Kunststoff oder Metall besteht. Durch Belichtung einer einfarbigen Schablone auf dem Sieb, bleibt der zu bedruckende Teil offenporig, die unbedruckten Stellen werden geschlossen. Anschließend wird das belichtete Drucksieb auf den Bedruckstoff gelegt und die Druckfarbe mit Hilfe eines Rakels durch das Sieb auf den Bedruckstoff gedrückt. Durch das Siebdruckverfahren kann pro Arbeitsgang je eine Farbe gedruckt werden, eine Rasterung / vollfarbiger Druck ist ebenso möglich. 

Beim Siebdruck (Tischdecken, Fahnen oder Sonnenschirmen) ist die Auflösung bedingt durch die Rasterung des Siebes (Strichdruck / double Point) etwas geringer als im Digitaldruck. Generell eignet sich das Verfahren für große 1-3 farbige Flächen und hohe Stückzahlen für sehr günstige Preise. Feine Motiv mit Linienstärken über 1 mm (Schriftgröße 18pt) sollten im Digitaldruck gefertigt werden.

Siebdruckaufkleber weisen im Gegensatz zu Offsetaufklebern eine längere Haltbarkeit des Motivs (Lichtbeständigkeit) auf und sind damit bestens für den Außeneinsatz zum Beispiel als Autoaufkleber oder zur Beschilderung von Wanderwegen oder Radwegen geeignet. Beim Siebdruck können spezielle Farben verwendet werden, die neben der hohen Lichtbeständigkeit auch wetterfest sind. Da der Aufwand in der Herstellung von Aufklebern mittels Siebdruck um ein Vielfaches größer ist als beim Offsetdruck sind die Preise auch wesentlich höher.

Das Verändern der Bildgröße bezeichnet man als skalieren. Hierbei kann das Bild vergrößert oder auch verkleinert werden. Durch das Hoch-skalieren (Vergrößerung) bei Pixelgrafiken hat man einen Qualitätsverlust, da neue Pixel durch Interpolation (Durchschnittswerte) errechnet werden. Die neuen Strukturen verändern die Schärfe und Struktur eines Bildes wodurch bei zu starker Skalierung es zu einer Artefaktbildung, Unschärfe oder Treppenstruktur im Bild kommen kann. Gerade beim Drucken von Internetgrafiken mit sehr geringer Auflösung kann das Skalieren zu unangenehmen Effekten beim Druckergebnis führen. Vektorgrafiken dagegen sind nicht pixelbasiert und bestehen aus Linien, Bögen und mathematischen Beschreibungen, so dass die Skalierung hier verlustlos ausgeführt werden kann. Beim Skalieren von Bildern sollte man auch darauf achten, dass Länge und Breite gleichermaßen skaliert werden um eine Formveränderung des Bildes zu vermeiden. Viele Grafikprogramme erlauben daher das verknüpfte Skalieren von X- und Y-Achse. Beim Verkleinern von Bildern hingegen, ist mit keinem Qualitätsverlust zu rechnen.

Subtraktive Farben sind so genannte Körperfarben die bestimmte Anteile des weißen Lichts reflektieren und dadurch nicht selbst leuchten. Bei diesem Farbmodell ergibt die Mischung aller Grundfarben Cyan, Magenta und Yellow ein sehr dunkles Braun, daher wird schwarz (Key) als extra Druckfarbe extra aufgeführt um satte Druckfarben zu erreichen. Das CMYK-Farbmodell ist also ein subtraktives Farbmodell.

T

Für den Druck auf Textilien stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, mit jeweils unterschiedlichen Vorteilen und Nachteilen. Um ein Logo, Text oder Bild auf Stoff zu bringen gibt es zum Beispiel den Textil-Siebdruck, Textil-Flock / Flockdruck, Textilbestickung, Textil-Sublimationsdruck und Textil-Digitaltransferdruck.

Mittels eines belichteten Siebes wird die Farbe direkt auf den Stoff gebracht, oft wird bei mehrfarbigem Druck ein so genanntes Siedruckkarussell genutzt. Pro Druckfarbe wird auf jeder Station ein eigenes Sieb eingerichtet. Nach dem Aufbringen der Farbe muss die Farbe antrocknen vor der nächsten Farbe, bzw. wird nach Fertigstellung des Motivs in einem Ofen bei bestimmter Temperatur und Luftfeuchtigkeit eingebrannt. 

Je nach verwendeter Druckfarbe, Qualität und Beschaffenheit kann das sehr unterschiedlich ausfallen. Manche Farben enthalten auch einen elastischen Anteil, so dass die Druckfarbe sich bis zu einem gewissen Grad mit dem Stoff dehnt, dadurch bleibt das Motiv lange haltbar und ist außerdem waschbar. Die Farbe (besonders gute Farbe ist auf Wasserbasis) verbindet sich beim Rakeln (Durchdrucken der Farbe auf den Stoff) mit dem Textil. Aus diesem Grund kann durch den Textil-Siebdruck eine Top-Qualität, Formbeständigkeit und Haltbarkeit erreicht werden, natürlich immer abhängig von den zum Einsatz kommenden Materialien. Allerdings sind durch den Siebdruck keine Rasterung (4-farbig / bunt) des Motivs möglich, lediglich separierte Farben können gedruckt werden. 

Das Druckverfahren eignet sich ideal für Arbeitskleidung und Berufsbekleidung in Büro, Gastronomie, Vertrieb oder Hotel. Für den Siebdruck fallen Grundkosten für die Siebe an, pro Motiv und pro Farbe ist jeweils ein Sieb nötig. Je nach Abwicklung in der Druckerei, werden die besiebten Druckvorlagen archiviert, so fallen diese Kosten nur beim ersten Auftrag an. Bei uns werden die Siebe in der Regel für 1 Jahr archiviert, damit im Falle eines gewünschten Nachdrucks Ihre bedruckten Shirts, Polos, Jacken, Longsleeves und Hemden noch kostengünstiger reproduziert werden können.

Bei Textilflock mittels Siebdruck wird statt einer Farbe über das Sieb ein spezieller Klebstoff auf das textil gebracht und anschließend die Flocken (unterschiedliche Flockenhöhen) in den Klebstoff eingeschossen, so dass die Flocken senkrecht stehen. Anschließend wird der Flock eingebrannt so dass ich Klebstoff, Flocken und Stoff miteinander dauerhaft verbinden. 

Da gerade der Klebstoff die entscheidende Rolle für Haltbarkeit, Hautverträglichkeit und Beständigkeit spielt, sollte hier auf beste Qualität geachtet werden. Gerade sehr günstige Flockereien nutzen lösemittelbasierten Kleber, dessen Hautverträglichkeit oft fraglich ist. Umweltfreundliche Klebstoff auf Wasserbasis sind dagegen um das drei- bis vierfache teurer. 

Mit dem Textilflock kann pro Arbeitsgang immer nur eine Farbe geflockt werden, auch können keine Farbverläufe, sondern nur einfarbige Formen und Logos verarbeitet werden. Bei guter Qualität des Klebers und hochwertiger Verarbeitung kann der Flock meist länger halten als das Textil. 

Diese Druckmethode empfiehlt sich für lange Haltbarkeit und stark beanspruchte Textilien, z.B. Vereinstrikots, Mannschaftskleidung oder Arbeitskleidung (Jacken, etc.), auch auf schwierigen Untergründen kann der Flock oft besser haften als die Farbe.

Beim Textil-Flexdruck oder Flock wird das Druckmotiv mittels eines Schneideplotters aus einer speziellen Folie ausgeschnitten und entgittert. Die Folie kann auch mit Flocken versehen sein. Die einfarbigen Motive werden dann mit einer Bügel-Presse bei hoher Temperatur auf den Stoff gepresst und der rückseitige Kleber der Folie verbindet sich mit dem Stoff. Durch dieses Verfahren lassen sich kostengünstig und schnell Motivdrucke realisieren, keine Raster oder Verläufe. 

Dadurch dass das Verfahren sehr stark abhängig von der Beschaffenheit des Untergrundtextils ist und der Klebstoff sich mit der Zeit auswaschen kann, ist das Verfahren meist eher für kurzfristige Werbung, z.B. T-Shirts bedruckt für einen Junggesellenabschied, oder ein Event gedacht. Vereine und Unternehmen die häufig Ihre Textilien waschen und eine lange Haltbarkeit des Motivs suchen, ziehen in der Regel eher den Textil-Siebdruck vor.

Beim textilen Digitaltransferdruck wird die Farbe mittels Plotter oder Laserdrucker auf ein Transferpapier gedruckt und anschließend in einer Art Bügelstation durch hohen Druck und Hitze auf das Textil gepresst. Auf die Trägerfolie lassen sich auch bunte Bilder, Fotos und Grafiken bringen. 

Diese Druckmethode ist die günstigste, aber auch die am wenigsten haltbare. Oft hält das Motiv nur wenige Wäschen, bleicht schnell aus oder es bilden sich Risse im Motiv. Gerade für eine Werbe-Shirt oder auch den Junggesellenabschied ist diese Druckmethode sinnvoll, da schnell und preiswert ein Motiv der Wahl auf den Stoff gebracht werden kann.

Eine Stickmaschine ermöglicht mit Hilfe eines Stickprogramms das Aufbringen eines mehrfarbigen Motivs auf das Textil. Wie bei einer Nähmaschine wird das Motiv in den Stock gestickt, so dass auch Muster und unterschiedliche Farben möglich sind. Sehr feine Linien sind allerdings nicht möglich. 

Nicht für jeden Einsatzzweck ist der Textil-Stick allerdings geeignet, so sollten beispielsweise Handwerksbetriebe für die Jacken darauf verzichten, da der Stoff durch den Stick perforiert wird und somit die Jacke an dieser Stelle wasserdurchlässig wird. Für Betriebe die im Freien arbeiten empfiehlt sich eher der Textilsiebdruck oder Flock.

Beim Thermosublimationsdruck wird mittels eines Trägermaterials ein Farbwachs auf den Bedruckstoff gebracht. Durch große Hitze wird das Wachs auf dem Träger geschmolzen und im gasförmigen Zustand auf den Bedruckstoff aufgedampft (sublimiert). Daher können einzelne Bildpunkte ohne Zwischenräume aufgebracht werden.

Bei sehr großen Auflagen wie beim Katalogdruck oder Zeitungsdruck kommt häufig das Tiefdruck-Verfahren zum Einsatz. Die Druckform besteht in diesem Fall aus einem Kupferzylinder in dessen Oberfläche die Text- Bildinhalte geätzt werden. Die zu bedruckenden Stellen sind somit tiefer liegend als die Unbedruckten, daher spricht man vom Tiefdruck. 

Beim Druck wird der komplette Zylinder mit Farbe bestrichen, anschließend die überschüssige Farbe mit einem Rakel entfernt („abgerakelt“, so dass nur noch in den vertieften Stellen Farbe zurückbleibt. Um die Farbe auf den Bedruckstoff zu bringen wird dieser nun am Zylinder vorbeigeführt und beim Berührungspunkt mit Hilfe einer Gummiwalze in die Vertiefung gedrückt, so dass der Bedruckstoff Farbe aufnimmt. Durch eine hohe Rotationsgeschwindigkeit ermöglicht dieses Druckverfahren große Mengen in schnelle Zeit.

TIFF ist ein Dateiformat und steht als Abkürzung für Tagged Image File Format. Im TIFF-Format können Pixelbilder / Rastergrafiken verlustlos oder verlustbehaftet gespeichert werden. Gerade für die Speicherung hoch aufgelöster Bilder zur Verwendung in Layouts ist das unkomprimierte TIFF-Format bestens geeignet und wird häufig auch zur Speicherung pixelbasierter Fotos und Grafiken eingesetzt.

Der Tonwert gibt die prozentuale Zusammensetzung einer bestimmten Fläche in Bezug auf eine Volltonfarbe wieder. Der Tonwert 0% steht für eine unbedruckte Fläche, 100% für eine Volltonfläche. Ein Tonwertverlauf ist daher Maßgabe für die Abstufung von Grauwerten bzw. Farben. Bei der Bildbearbeitung mittels Software wir meist eine Tonwertkorrektur durchgeführt um bei Bildern nachträglich die Helligkeitsverteilung zu verändern.

Heutzutage versteht man unter Typographie bei Satz eines Druckprodukts die Schriftauswahl sowie die gesamte Text-Gestaltung eines Druckwerks. Im weiteren Sinn lässt sich zum Teil auch Layout und optische Gliederung darunter einordnen. Der Ausbildungsberuf des heutigen „Mediengestalters für Printmedien“ hieß in den 90iger Jahren noch „Typograph“ – daherkommend von Typographie.

U

In den Einstellungen der Druckdatei in einem Layoutprogramm (z.B. InDesign) können die Farben von Grafiken, Texten, etc. überdruckend oder aussparend eingestellt werden. Wenn im Druck zwei Ebenen mit unterschiedlichen Farben übereinanderliegen kann dies unterschiedliche Auswirkungen haben. Wenn die Vordergrundfarbe die Hintergrundfarbe überdruckt, werden die nicht verwendeten Separationsfarben der Vordergrundfarbe transparent, der Hintergrund scheint also durch, so dass sich die Vordergrundfarbe verändert. Dieser Effekt kann im Druck genutzt werden um bestimmte Farb-Effekte zu erzielen. 

Oft ist die Überdrucken-Einstellung aber nur falsch eingestellt und führt vor allem beim Drucken von Texten zu unerwarteten Ergebnissen und unerwünschten Farbmischungen.

Spart die Vordergrundfarbe dagegen die Hintergrundfarbe aus, so wird beispielsweise bei weiß angelegten Flächen die Farbe des Papiers sichtbar.

In vielen Grafik- und Layoutprogrammen gibt es eine Überdrucken-Vorschau (z.B. auch im Adobe Acrobat Pro), vor dem Versenden der Druckdatei an die Druckerei sollte immer geprüft werden ob die Daten hinsichtlich der Überdrucken Einstellung korrekt angelegt wurden. Da die Einstellung ein grafischer Effekt ist, wird die Überdrucken-Einstellung auch bei einem Datencheck nicht überprüft.

In gängigen Layoutprogrammen können Farben überfüllend angelegt werden oder aussparend. Definiert man eine Farbe überfüllend, wird diese beim Offsetdruck über bereits gedruckte andere Farben gedruckt, wenn sich die verschieden-farbigen Flächen überlappen. Dies wird vor allem bei großen einfarbigen Flächen angewendet, damit an den Kanten bei einem abweichenden Passer (Rasterverschiebung) keine Blitzer (weiße Linien) an unbedruckten Stellen entstehen. Bei Texten und den meisten Objekten die weiß erscheinen sollten muss allerdings die Farbe aussparend gestellt werden, damit die darunterliegende Farbe nicht überdruckt wird. Mit der Überfüllen-Funktion muss also beim Erstellen der Druckdatei wohlüberlegt umgegangen werden um ein falsches Druckergebnis zu vermeiden.

UV-Farbe hat entgegen der allgemeinen Vermutung nichts mit der UV-Beständigkeit einer Drucksache zu tun, sondern bezeichnet die Verwendung spezieller Druckfarben im Offset- oder Siebdruck. Diese speziellen UV-Farben enthalten unter anderem Fotoinitiatoren die unter Einwirkung von UV-Licht aktiviert werden und so einen chemischen Prozess auslöst, der eine Farbbindung mit dem Bedruckstoff herbeiführt. So ist es möglich die Farbe schlagartig ohne Trocknungsprozess erhärten zu lassen. Da diese reaktive Drucktechnik nicht ungefährlich ist, unterliegt sie strengen Sicherheitsanforderungen. 

UV-Farben kommen zum Beispiel beim Bedrucken von bestimmten Materialien oder Papieren zum Einsatz, bei denen die Druckfarbe nicht wie normalerweise im Offsetdruck üblich, in das Papier einziehen kann. Also Oberflächen wie PVC-Folie (z. Bsp. Aufkleber) oder Plastikkarten (z. Bsp. Kundenkarten, Taschenkalender). Hier ist es für die qualitative Herstellung enorm wichtig, dass die Farbe (in diesem Fall die UV-Farbe) nach dem Druck direkt trocknet, da diese wie erwähnt nicht in das Papier einziehen kann. In diesem Moment beginnt der chemische Prozess mit einer UV-Lichtquelle in der Druckmaschine.

UV-Lack wird nach dem Druck eines Flyers oder einer Broschüre vor dem Zuschnitt auf die Oberfläche des Papiers als besondere Veredelung aufgetragen.

Bei der Verarbeitung erhärtet dieser Lack unter der Einwirkung von UV-Licht schlagartig. Die Oberfläche wird dadurch hart, abriebfest und hält so hohen mechanischen Beanspruchungen stand. Außerdem wird das jeweilige Druckprodukt durch die hochglänzende Oberfläche optisch veredelt. 

Bitte beachten Sie, dass die Lichtechtheit (Widerstandsfähigkeit der Druckfarben gegen Lichteinwirkung) abhängig von der Sonneneinstrahlung sowie weiteren möglichen Lichteinflüssen (z. B. reflektierenden Flächen) ist und aus diesem Grund keine genaue Auskunft über die Haltbarkeit gemacht werden kann.

V

Im Gegensatz zu Pixelgrafiken werden in Vektorgrafiken die Bildinhalte in Linien und Kurven definiert und mittels mathematischer Berechnung charakterisiert und gespeichert. Dadurch hat man beim Skalieren der Inhalte keinen Qualitätsverlust, da sich die Größe komplett neu berechnet und keine Bildpunkte interpoliert werden. Vektoren beschreiben also ein Bild oder eine Form anhand deren geometrischer Eigenschaften. Wandelt man beispielsweise eine Schrift in Pfade, erhält man Vektorgrafiken. Gerade für Logos sin Vektorgrafiken enorm wichtig um beispielsweise auch bei großen Schilder und Planen immer eine optimale Auflösung der Datei für den Druck zu haben.

Der Vierfarbdruck basiert auf dem subtraktiven Farbsystem mit den 4 Grundfarben CMYK. Durch die Mischung aller Druckfarben baut sich ein vollfarbiges Druckbild auf und es kann bunt gedruckt werden. Für jede einzelne Farbe wird in der Druckvorstufe mittels Belichtung des Farbauszuges je eine Druckplatte erstellt. Anschließend wird ein Druckbogen nacheinander mit den Farben in unterschiedlichen Rasterwinkeln bedruckt. Gängige Offsetdrucker besitzen mindestens 4 Farbwerke, somit kann ein Druckbogen einseitig mit einem Arbeitsgang bedruckt werden. In modernen Druckereien gibt es auch Maschinen mit 8 Druckwerken in denen beiden Seiten nacheinander komplett bedruckt werden können. Variationen mit 5 Druckwerken sind zum Beispiel nötig um zusätzlich eine Sonderfarbe oder einen Drucklack in einem Durchgang aufzubringen.

W

Wasserlacke werden auch Dispersionslacke genannt und werden auf die Oberfläche des Bedruckstoffs aufgebracht. In der Regel erfolgt dies direkt in einer dafür entsprechenden Druckmaschine, als letzte Instanz nach dem eigentlichen Druckvorgang. In einem extra dafür vorgesehenen Heizwerk in der Bogenoffsetdruckmaschine trocknet der Lack bei voller Druckgeschwindigkeit. Nach nur wenigen Minuten ist dieser ausgehärtet und die Druckbögen wären direkt für die Weiterverarbeitung verwendbar. 

Hingegen bei unveredelten Druckbögen je nach Papierart eine Trocknungszeit von 2 bis 24 Stunden eingehalten werden muss, bevor Schneide- oder Falzarbeiten ausgeführt werden können. Lacke auf Wasserbasis sind nahezu geruchsneutral (im Gegensatz zu in Lösemittel gebundenen Lacken). Gerade bei vielen dickeren Papiere wie zum Beispiel 300 g/m² Bilderdruckpapier ist die Veredelung mit Dispersionslack eine der günstigsten Veredelungsmöglichkeiten, die den Schutz der Oberfläche erhöht und auch die Optik deutlich verbessert. Der Glanzwert liegt aber dennoch unter dem von hochwertigem UV-Lack, ist dazu aber die günstigere Alternative mit trotzdem edler Anmutung.

Bei der Papierherstellung wird ein so genanntes Wasserzeichen durch die Verwendung unterschiedlicher Papierstärken hervorgerufen. Hält man das Papier gegen das Licht wird das Wasserzeichen sichtbar. Da Wasserzeichen entweder beim Sieben (Echte Wasserzeichen) oder auf das noch nasse Papier (Halbechte Wasserzeichen) mit einer Walze gebracht werden entstand der Name Wasserzeichen. Unechte Wasserzeichen werden auf das fertige Papier mittels Lack oder Prägeverfahren aufgebracht. Grundsätzlich finden heute Wasserzeichen bei hochwertigen Papieren Verwendung, z.B. bei besonderen Briefpapieren.

Von der Weiterverarbeitung im Druck spricht man von allen Arbeitsgängen die nach dem Drucken erfolgen. Zum Beispiel gehört bei Flyern der Beschnitt und die Falzung (bei Falzflyern und Foldern) dazu, bei Broschüren und Katalogen außerdem das Binden / Heften. Beim Großformatdruck spricht man auch vom Konfektionieren z.B. von der Säumung und der Ösung einer Werbeplane.

Der Weißgrad definiert bei einem Papier die Intensität der Papierfarbe (Weißeindruck). Z.B. gibt es auch Umweltpapier wie Recyclingpapier das trotz seiner Eigenschaften einen hohen Weißgrad besitzt und somit das Druckbild nicht verfälscht. Bei Effektpapieren kommt aufgrund der Untergrundfarbe das Druckbild anders zur Geltung.

Der Wickelfalz ist eine Unterart des Parallelfalzes, bei dem nach dem Falzen alle Linien parallel zueinander stehen. Beim Wickelfalz werden die einzelnen Seiten nacheinander nach innen gefaltet, so dass eine Wicklung entsteht. Da die Innenseiten mit zunehmender Wicklung immer kleiner werden (sonst überlagern sich die Seiten beim Falten), muss dies auch beim Layout entsprechend berücksichtigt werden. Wickelfalz-Flyer sind beliebte Werbemittel die kostengünstig gedruckt werden können. In der Branche der „Lebensmittel-Lieferservice“ spricht man oft von sogenannten „Pizza-Flyern“. 

Hierbei handelt es sich um die klassischen wickelgefalzten Flyer vom Pizza-Lieferservice oder Tai-Lieferservice und deren Speisekarten mit Preisen. Meistens handelt es sich hierbei um ein DIN-A4 Blatt (quer: 29,7 × 21 cm), das zweimal gefalzt wird. So entstehen aufgeklappt 3 Teile eines DIN-A4 Blattes. 1 Teil wiederum ergibt das Format DIN-Lang. Da alle 3 Teile beidseitig bedruckt sind, spricht man im Fachchargon von einem „6-seitigen DIN-lang Wickelfalz-Flyer“

Der Widerdruck bezeichnet den Druck der Rückseite eines Papierbogens (Druckbogens), meist den 2ten Druckdurchgang. Schöndruck dagegen nennt man den ersten Druckdurchgang der Vorderseite.

Die Wollskala definiert die Lichtbeständigkeit von Farben. Die 8-stufige Skala ermöglicht so eine Zuordnung von Farben die unter Einwirkung von Sonnenlicht unterschiedlich schnell ausbleichen. Die Stufe 8 steht für höchste Lichtbeständigkeit, je geringer der Wert desto schneller bleicht eine Farbe aus. Gerade im Bereich des Aufkleber-Drucks spielt die Lichtbeständigkeit eine große Rolle, da Offset-Aufkleber beispielsweise im Gegensatz zu Siebdruckaufklebern eine geringere Lichtbeständigkeit aufweisen.

Z

Zeitungsdruckpapier weist ein sehr geringes Flächengewicht von etwa 40 bis 57 g/m² auf und ist stark holzhaltig. Für die Herstellung kommt neben Altpapier und Holzstoff auch Zellstoff zum Einsatz, weshalb das Papier eine hohe Opazität aufweist, aber durch den hohen Holzanteil relativ schnell vergilbt.

Einen Flyer mit Zickzack-Falz nennt man gerne auch Leporello, da der Falz der einzelnen Seiten in abwechselnder Richtung durchgeführt wird. Dadurch entsteht ein Ziehharmonika-Effekt der von einem Leporello her bekannt ist. Der Vorteil dieser Falzvariante ist, dass alle Seiten gleich breit sind und daher der Satz der Druckdatei entsprechend einfacher angelegt werden als beispielsweise ein Wickel-Falz. Beim Zickzack-Falz kann mit herkömmlicher Weiterverarbeitung eine große Anzahl von bis zu 8 Brüchen erzeugt werden.

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